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Feuerwehr
Mit einer Handspritze fing alles an

Freude über die neue Motorkraftspritze bei der Fürweiler Feuerwehr: Bürgermeister Martin Silvanus, Ortsvorsteher Klaus Osbild, Maire Pierre Divo (Schwerdorff) und Löschbezirksführer Alfons Jacob (von links) mit einigen Jugendfeuerwehrmännern.
Freude über die neue Motorkraftspritze bei der Fürweiler Feuerwehr: Bürgermeister Martin Silvanus, Ortsvorsteher Klaus Osbild, Maire Pierre Divo (Schwerdorff) und Löschbezirksführer Alfons Jacob (von links) mit einigen Jugendfeuerwehrmännern. FOTO: Erhard Grein
Fürweiler . An diesem Wochenende feiert die Feuerwehr in Fürweiler 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 50 Jahre Jugendwehr.

Das Nordgaudorf Fürweiler steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen zweier besonderer Ereignisse: 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 50 Jahre Jugendwehr. Als einer der zehn Löschbezirke der Gemeindewehr Rehlingen-Siersburg gehört er mit seinen 20 Aktiven (weitere acht sind in der Altersabteilung) zu den besonders aktiven Trägern des dörflichen Gemeinschaftslebens innerhalb der Gemeinde.


Bei der Gründung der Fürweiler Wehr gab es nur eine Handspritze und einige Meter Schlauch. Es war ein weiter Weg bis zur heutigen Ausstattung mit einem modernen Feuerlöschfahrzeug. Besonders stolz bei der Fürweiler Wehr ist man auf das architektonisch und funktional gelungene Feuerwehrgerätehaus. Das Besondere: Das Gebäude mit seiner Inneneinrichtung und den Außenanlagen wurde ausschließlich in Eigenarbeit der Fürweiler Feuerwehrmänner hergestellt. Die Gemeinde musste lediglich die Materialkosten übernehmen. Sehr vieles an den aufwändigen Arbeiten trägt die Handschrift des früheren Wehrführers Alfons Jacob, der mit seinen vielen bildhauerischen Arbeiten im saarländisch-lothringischen Grenzgebiet bekannt ist.

Viele Fürweiler denken heute noch gerne an das 1978 gefeierte siebzigjährige Jubiläum zurück. Dem von Brandmeister Franz-Josef Riga geführten Löschbezirk gehörten damals 27 Aktive an. Heute unvorstellbar ist, dass beim damaligen Festumzug durch den kleinen Ort auf dem Nordgau 39 Einheiten beteiligt waren.



Riga führte später als Wehrführer die zehn Löschbezirke der Gemeindewehr Rehlingen-Siersburg an. Seit 2009 ist sein Sohn Frank als Oberbrandmeister Löschbezirksführer mit der gleichzeitigen Funktion des Jugendwartes. Sein Vertreter ist Ralf Wallerich. Beide ergänzen sich hervorragend, insbesondere bei der Ausbildung der zehn Jugendfeuerwehrmitglieder. Die Jugendwehr ist stolz darauf, im Rahmen der großen Feier ihr 50-jähriges Bestehen mitfeiern zu können.

Eine besondere Beziehung pflegt die Fürweiler Wehr zu ihren Kameraden von den „Sapeur Pompiers“ aus dem benachbarten Schwerdorff.

Die Schirmherrschaft über das Fürweiler Feuerwehrfest hat Landrat Patrik Lauer übernommen. Das Fest beginnt am Samstag, 16. Juni, um 8.30 Uhr mit den Wettkämpfen der Jugendfeuerwehr. Nach dem Mittagessen erfolgt die Siegerehrung. Im Diersdorfer Weg beginnt um 16 Uhr die Übung mehrerer Löschbezirke. Ab 19 Uhr gibt es Livemusik mit der Fürweiler Scholtes „Scheierband“.

Am Sonntag, 17. Juni, zelebriert Dechant Ingo Flach eine heilige Messe, auf die die Kranzniederlegung folgt. Der Musikverein „Almenrausch“ Rehlingen gestaltet ab 10.30 Uhr das Frühschoppenkonzert. Um 12 Uhr bietet das DRK Siersburg das Mittagessen an. Am Nachmittag gibt es einige Attraktionen. Hermann Dibos gestaltet mit seiner Kettensäge ein Feuerwehrauto als Motiv aus Holz. Weitere Angebote: Tombola, Springburg, Luftballmann, Fahrzeug- und Geräteausstellung. Auf einer großen Leinwand ist dann ab 17 Uhr das WM-Spiel Deutschland-Mexiko zu sehen.

Im Jahr 2000 wurde der Grundstein für den Neubau des Fürweiler Feuerwehrgerätehauses gelegt. Damals waren dabei (von links): der Schwerdorffer Maire Pierre Divo, Löschbezirksführer Alfons Jacob und Bürgermeister Martin Silvanus. Die „SZ“ war vor Ort.
Im Jahr 2000 wurde der Grundstein für den Neubau des Fürweiler Feuerwehrgerätehauses gelegt. Damals waren dabei (von links): der Schwerdorffer Maire Pierre Divo, Löschbezirksführer Alfons Jacob und Bürgermeister Martin Silvanus. Die „SZ“ war vor Ort. FOTO: Erhard Grein