Mit dem Van über einsame Pisten

Auf den endlosen, heißen Highways von Western Australia sind vor allem zwei Dinge wichtig: ein gut funktionierendes Auto und große Vorräte an Benzin, Wasser und Essen. Oft kann man die Autos, denen man auf hundert Kilometern hinweg begegnet, an einer Hand abzählen, man hat nirgendwo Handynetz und sieht manchmal halbverweste Kängurus und Rinder am Straßenrand

Auf den endlosen, heißen Highways von Western Australia sind vor allem zwei Dinge wichtig: ein gut funktionierendes Auto und große Vorräte an Benzin, Wasser und Essen. Oft kann man die Autos, denen man auf hundert Kilometern hinweg begegnet, an einer Hand abzählen, man hat nirgendwo Handynetz und sieht manchmal halbverweste Kängurus und Rinder am Straßenrand. Wir waren also verständlicherweise etwas beunruhigt, als unser gemieteter Van außerhalb von Perth auf einmal begann, seltsame, laute Geräusche von sich zu geben. Er fuhr zwar einwandfrei, hörte sich aber so an, als wäre er kurz vorm Explodieren. Wir wollten nicht so leicht aufgeben und zwangen ihn noch scheppernd durch einen Nationalpark, aber am nächsten Tag suchten wir doch einen Mechaniker auf, der ihn wieder heilte. Seitdem kommen wir ohne Probleme voran und haben schon unglaublich viel gesehen und erlebt. Die Natur ist meist sehr karg, aber wunderschön. Wir schlafen im Auto und einem Zelt an einsamen Stränden, über die sich ein klarer Nachthimmel mit unzähligen Sternen spannt, und kochen bei Sonnenuntergang auf Klippen, von denen aus man Wale beobachten kann. Natürlich mangelt es an Komfort, der Van ist ein einziges, oft eher unbequemes Chaos und wir haben selten saubere Toiletten oder Duschen. Doch das ist es definitiv wert!Carmen Altmeyer aus Siersburg (Foto: Jenal) ist 18 Jahre alt und schon eine Weltenbummlerin. Am 1. März flog sie nach Australien, wo sie ein halbes Jahr lebt und arbeitet. Wie es ihr dort ergeht, schreibt sie in E-Mails.