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| 21:16 Uhr

Meise nutzt Briefkasten als Nistplatz

Hemmersdorf. Manch einer hat einen Vogel, doch nur bei wenigen brütet er direkt neben der Haustür im Briefkasten. Hinter einem schmalen Schlitz sitzt dort am Haus von Alwine Oehm seit geraumer Zeit eine Meise auf ihrem Nest.Briefe geschreddert Wer sich auf die Zehenspitzen stellt und vorsichtig ins Innere späht, dem blickt ein gefiederter Schopf mit Schnabel entgegen Von SZ-Mitarbeiter Johannes A. Bodwing

Hemmersdorf. Manch einer hat einen Vogel, doch nur bei wenigen brütet er direkt neben der Haustür im Briefkasten. Hinter einem schmalen Schlitz sitzt dort am Haus von Alwine Oehm seit geraumer Zeit eine Meise auf ihrem Nest.

Briefe geschreddert

Wer sich auf die Zehenspitzen stellt und vorsichtig ins Innere späht, dem blickt ein gefiederter Schopf mit Schnabel entgegen. Hartnäckig war dieser Vogel, erzählt Oehm, der letztlich seinen kleinen Kopf durchsetzte. "Am Boden lagen Papierschnipsel wie Konfetti an Fasching", schildert Alwine Oehm draußen auf der Straße, um ihren unerwarteten Untermieter nicht zu stören. Briefe hatte die Meise mit dem Schnabel geschreddert und aus dem Briefkasten geworfen, um sich dort ein Nest zu bauen. "Wir haben das alles erst mal ausgeräumt, denn der hat ja ringsum genug Natur, um zu nisten."

Rücksicht auf "Untermieter"

Gleich auf der anderen Straßenseite beginnt ein Naturschutzgebiet, stehen hohe Bäume und dichte Büsche. Aber der kleinen Meise hatte es Oehms Briefkasten angetan.

Wenig später wurde die Post erneut zu Papierschnipseln, das Innere füllten wieder Moos, Gräser und kleine Zweige. "Dann soll er halt drin bleiben", beschlossen die Oehms schließlich und sagten dem Briefträger Bescheid. Der wirft die Post jetzt direkt in den Briefschlitz an der Haustür ein.

"Wenn wir rausgehen, gehen wir durch die frühere Scheune an der Seite", heißt es weiter. Die Haustür bleibe meist zu. Das werde so lange gemacht, bis der gefiederte Untermieter seinen Nachwuchs groß gezogen und den Briefkasten wieder verlassen habe. az