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Leichtathlet unterbietet Uralt-Saarlandrekord und schafft Olympia-Norm

Rehlinger Leichtathlet feiert tollen Einstand : Ringer schafft bei Marathondebüt die Olympia-Norm

Für Marathon-Debütant Richard Ringer vom LC Rehlingen verlief sein erster Wettkampf über die 42,195-Kilometer-Distanz erstaunlich gut. In Valencia (Spanien) erreichte er mit einer Zeit von 2:10:56 Stunden das von ihm angepeilte Ziel (eine 2:10er Zeit) und erfüllte die anspruchsvolle Olympianorm für Tokio (2:11:30 Stunden).

Gleichzeitig stellte er einen neuen Saarlandrekord auf, indem er die 40 Jahre alte Bestmarke von Werner Dörrenbächer (SV Saar 05) um 1:26 Minuten unterbot.

Für den erfahrenen und erfolgreichen Bahnläufer ist der Marathonlauf „eine andere Welt“, wie er nach dem Lauf bekannte. „Es stimmt, was die Marathonläufer erzählen. Nach dem Zieleinlauf hatte ich Mühe, das 500 Meter entfernte Hotel zu erreichen. Jetzt kann ich mich kaum mehr bewegen und spüre auch Magenschmerzen nach den Drinks und der ungewohnten Nahrungsaufnahme während des Laufs.“

Das Rennen verlief nicht ganz nach Plan. Auf die ersten zehn Kilometer in 30:48 Minuten folgte der nächste Abschnitt in 30:20 Minuten. „Da wusste ich, dass ich in der falschen, zu schnellen, Gruppe war“, erzählt er.

Die Durchgangszeit beim Halbmarathon lag bei 1:04:36 Stunden, also auf hohem Niveau. Auf der zweiten Hälfte, besonders auf den letzten Kilometern, wurde es „richtig schwer“. Da machte sich auch der Wind bemerkbar, der auf längeren Passagen entgegenwehte, in Böen von 25 bis 40 Stundenkilometern. Den berühmten „Hammer“, der bei 35 Kilometern zuschlägt, bekam auch Richard Ringer zu spüren. „Aber nicht aus Erschöpfung, sondern weil mir die Oberschenkel zugingen.“ Die Pflasterstein-Strecke vor dem Ziel verschlimmerten die Schmerzen, und er musste aufpassen, nicht zu stolpern.

Nach Amanal Petros und Hendrik Pfeiffer (beide TV Wattenscheid) ist Ringer der dritte Deutsche, der die Olympia-Norm unterboten hat. Aber eine sichere Angelegenheit ist das noch nicht. Im Frühjahr 2021 können Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) und Philipp Pflieger den Rehlinger vom Olympia-Startplatz verdrängen. Übrigens: 1980 hatte Werner Dörrenbächer die Olympia-Norm auch erfüllt. Aber dann kam der Olympia-Boykott und die Qualifikation war vergeblich.