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Konzert "Mandolinen & mehr" in Siersburg

Mandolinenorchester : Mandolinen fanden perfekte Begleiter

Das Mandolinenorchester „Niedtal“ hatte zu seinem Konzert „Mandolinen & mehr“ eingeladen.

Das Mandolinenorchester „Niedtal“ Siersburg hat in der Niedtalhalle sein Konzert „Mandolinen & mehr“ präsentiert. Mit dem Besuch, etwas „mehr“ hätte es sein können, waren Siegfried Fisch, Dirigent und Vorsitzender, und sein Ensemble sehr zufrieden. Die Anziehungskraft ist bei den vielen auswärtigen Konzertbesuchern, die mindestens die Hälfte der Besucher ausmachten, augenfällig. Diesmal gab es noch ein Novum: Schirmherr, Ex-Bürgermeister Martin Silvanus, zeigte sich einträchtig mit seinem Nachfolger im Amt, Ralf Collmann.

An diesem Abend wurde wiederum deutlich, dass die von Siegfried Fisch seit der Gründung des Orchesters eingeschlagene Linie richtig ist: eine breitere Einbindung von Holz- und Blechbläsern, Gesangssolisten und Chören. Die Musikrichtung erweiterte sich von reiner Mandolinen-Literatur hin zu Klassik (Oper, Operette und Musical) Filmmusik, Oldies, Evergreens und weiter zu Rock- und Popmusik. Ein Teil des Repertoires trägt die Handschrift von Siegfried Fisch.

Charlotte Dellion, eine international erfolgreiche Sopranistin, war wiederum in Siersburg, wo sie an diesem Abend begeistert empfangen und immer wieder stürmisch bejubelt wurde. Sie verfügt über eine warme, harmonische Stimme, und ist damit hervorragend in der Beherrschung der einzelnen Stimmlagen. So waren unter anderem ihre Partien „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“, „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“, beide von R. Stolz und „Küss mich, halt mich, lieb mich“ von K. Svoboda ganz nach dem Geschmack des Publikums.

Erstmals dabei war Michael Backenköhler, der mit seiner Klarinette in vollendeter Präzision und außergewöhnlicher Klangfülle dem Konzert eine besondere Note gab. Dies zeigte sich unter anderem bei „Petite Fleur“ von S. Bechet, „Stranger on the shore“ von A. Bilk (Arr. S. Fisch und P. Jenal) und im „Adagio“ aus dem Mozart-Klarinettenkonzert in A.

Als aktive Gäste wirkten mit: Philipp Schneider und Sigrid Mathey (Querflöte), Tanja Voigt, Günter Ganster, Dolores Schäfer und Judith Müller (Mandoline), Wolfgang Jamm und Birgit Bernardi (Gitarre), Hans Zang (Kontrabass), Dorothea Schönberger (Keybord/Klavier), Martin Reichert (Schlagzeug) und Birgit Grossmann (Akkordeon). Auf dem Bühnenhintergrund wurden in einer von Peter Jenal gestalteten Lichtschau die Komponisten und ihr Umfeld in einer einzigartigen Form dargestellt. Durch das Programm führte detailreich und souverän der Krimiautor Arno Strobel.