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Kommentar: Bauschutt in Oberesch ist fatales Signal

Kommentar Bauschutt in Oberesch : Fatales Signal an Umweltsünder

Was ist denn das für eine Signalwirkung? Seit Monaten liegt illegal abgeladener Schutt in der Natur und nichts passiert.

Nicht mehr nachvollziehbar findet der Oberescher Ortsvorsteher Michael Engel, was sich da seit Monaten vor seiner Tür und aller Augen abspielt: Da karrt jemand mit Lkw tonnenweise Bauschutt in die Landschaft – schön weit weg, auf den Nordgau, vielleicht merkt es ja keiner. Könnte funktionieren. Aber nicht in Oberesch.

Ist ja das eigene Grundstück? Geschenkt! Denn auch dort braucht man eine Genehmigung, um eine solche Menge Schutt einfach hinzukippen. Und die gab es schlichtweg nicht. Illegale Entsorgung, daran gibt es nichts zu deuteln, befand auch die Bauaufsichtsbehörde des Kreises, die UBA.

Aber hat das etwa Konsequenzen? Seit Monaten wird mit dem Verursacher und den aufgebrachten Bürgern, die in den vergangenen Jahren viel Arbeit und Geld in die Aufwertung ihres Dorfes und des nahen Eschbachweihers investiert haben, immer wieder vereinbart, dass das Zeug wieder abgefahren wird. Es wird ein bisschen gebaggert und dann braucht es wieder Wochen und einen neuen Ortstermin. Wie viel denn noch weg muss, bis die Natur wiederhergestellt ist, kann die UBA immer noch nicht sagen.

Und: Der ganze Umweltfrevel hat bisher weder strafrechtliche Konsequenzen noch wurde ein Bußgeld von der UBA verhängt. Schlafen die etwa?

Was ist denn das für eine Signalwirkung? Immer wieder schütten Leute ihren Müll oder Bauschutt lieber in den Wald, als ihn teuer zu entsorgen, zuletzt in Lebach und Saarwellingen. Meistens werden sie nicht aufgespürt. Doch hier ist sogar der Verursacher bekannt: Nicht nur die Oberescher erwarten nun endlich ein hartes Durchgreifen.