| 21:20 Uhr

Kaleidoskop des tänzerischen Könnens

Fremersdorf. Nun könnte man als jemand, der die Verhältnisse und Besonderheiten in Fremersdorf kennt, auf die Idee kommen, die Preisverleihung "Goldener Apfel" hänge mit dem Reichtum an Apfelbäumen und dem traditionellen Fremersdorfer Apfelmarkt zusammen. Doch weit gefehlt Von SZ-Mitarbeiter Michael Krämer

Fremersdorf. Nun könnte man als jemand, der die Verhältnisse und Besonderheiten in Fremersdorf kennt, auf die Idee kommen, die Preisverleihung "Goldener Apfel" hänge mit dem Reichtum an Apfelbäumen und dem traditionellen Fremersdorfer Apfelmarkt zusammen. Doch weit gefehlt. Diese Preisverleihung hatte mit dem Apfelreichtum des idyllischen Örtchens herzlich wenig zu tun, außer vielleicht, dass sie in Fremersdorf stattfand und dass die Organisatorin dieses Events aus Fremersdorf stammt und dort wohnt. Agathe Schubert heißt sie, und die angehende Juristin hat in den letzten Jahren zusammen mit ihrem Mann Manuel Schubert etwas auf die Beine gestellt, das in der Region wohl einzigartig sein dürfte: eine "Dance Company". Das Rüstzeug dazu hatte Agathe Schubert sich in einer klassischen Ballettausbildung und diversen Workshops in Modern Dance und HipHop angeeignet. Am Samstag nun - ein Höhepunkt. Dem erstaunten Publikum wurden die Preisträger des "Goldenen Apfels", eines fiktiven Preises für die beste Dance-Performance aus den Bereichen Film und Musical dargeboten. Ganz im Sinne wirklich großer Awardverleihungen von Agathe Schubert und Phillip Bauer moderiert, bevölkerten, nachdem den Zuhörern durch die Fremersdorfer Band The Serpit mit heißen und kraftvollen Grunge-Rhythmen ordentlich eingeheizt wurde, zunächst die Protagonisten des Klassikers "Der König der Löwen" die Bühne. Begeisterte KinderInsgesamt 40 Kinder und Jugendliche hatten Agathe und Manuel Schubert für ihre Idee begeistern können und sie zeigten am Samstag ein furioses Kaleidoskop tänzerischen Könnens. Mit Ausschnitten aus Musicals wie "Abba" oder "Starlight-Express" und Filmen wie "Dirty Dancing", "Step up", "Honey" oder "Save the last Dance" entführten die kleinen und großen Tänzer ihr Publikum in die große Welt des Modern Dance, des Hip-Hop und auch des Balletts. Leidenschaft, tänzerischer Ausdruck und eine vollendete Körperbeherrschung waren vor allem in den Solopartien der einzelnen Beiträge deutlich zu spüren und schürten die Begeisterung des Publikums. Dazu eine nahezu perfekte Synchronizität bei den Formationstänzen und eine tänzerische Ausgestaltung voll sprühender Ideen. Doch was an diesem Abend ebenso wie die gezeigten Darbietungen faszinierte, war die unbändige Begeisterung, die riesige Freude an Tanz, Musik und Bewegung, mit der schon die kleinsten Tänzer es schafften, die Geisbachhalle in ein Tollhaus zu verwandeln.