Jupiter und seine Monde

Siersburg. "So groß hab' ich mir das nicht vorgestellt", sagt Maximilian Mang, während die Teleskope aufgebaut werden. Der Verein Cassiopeia Saarlouis, die mobile Sternwarte von Gernot Meiser und APM Telescopes hatten für Freitag auf die Siersburg eingeladen, um dem Himmel ein Stück näher zu kommen. Anlass war, den Meteorstrom der Perseiden zu beobachten (siehe Stichwort)

Siersburg. "So groß hab' ich mir das nicht vorgestellt", sagt Maximilian Mang, während die Teleskope aufgebaut werden. Der Verein Cassiopeia Saarlouis, die mobile Sternwarte von Gernot Meiser und APM Telescopes hatten für Freitag auf die Siersburg eingeladen, um dem Himmel ein Stück näher zu kommen. Anlass war, den Meteorstrom der Perseiden zu beobachten (siehe Stichwort). Meiser hatte mit seiner mobilen Sternwarte einiges zu bieten: Dabei waren mehrere Sonnenteleskope und ein vollautomatisches Teleskop. Zuerst ist schlechtes Wetter, später jedoch wird es vieles zu sehen geben.Der achtjährige Maximilian ist aus Ludweiler hierher gekommen. Er ist in den Ferien bei seiner Oma in Urlaub und nutzt die Gelegenheit, sich die Sterne anzuschauen. Maximilian ist ein richtiger Sterneprofi und erläutert, dass er nicht nur Bücher über Sterne liest, sondern sich auch schon einen großen Ordner angelegt hat. Ein weiterer Sterneprofi ist Andreas Weismantel. Der 47-Jährige hat sogar selbst ein Teleskop zu Hause und ist froh, mal mit Profi-Ausrüstung in den Himmel zu schauen. "Mein Teleskop ist schon etwas älter, aber man sieht auch viel", sagt er.Jetzt reißt der Himmel kurz auf. Alle stürzen direkt zu den Sonnenteleskopen und der Besitzer der mobilen Sternwarte muss Anweisungen geben: "Das Teleskop hier hat einen Spezialfilter. Schaut niemals mit einem Fernglas oder einem normalen Teleskop in die Sonne." Der Spezialfilter lässt nur das Licht des Wasserstoffs durch. So ist es ungefährlich, die Sonnenflecken zu beobachten. "Die Dimensionen sind gigantisch. Der hier ist größer als die Erde", sagt Meiser, als er auf einen großen Sonnenfleck hinweißt. Später am Abend waren die Sonnenflecken und Protuberanzen noch gut zu beobachten. "Als es endlich dunkel war, waren leider nur wenige Sternschnuppen zu sehen", erzählte Meiser. "Als Alternative hatten wir aber Galaxien und Sternhaufen. Jupiter mit seinen Monden hat die Leute ganz besonders begeistert", berichtet Meiser.Alle, die dieses Ereignis verpasst haben, können sich beim Verein Cassiopeia über die nächsten Termine zum Sterne gucken informieren oder Samstag, 18. September, auf der Siersburg bei der Veranstaltung "Astronomen ohne Grenzen" den Mond beobachten. Der Verein der Astronomiefreunde Cassiopeia hat sich aus den Astronomiekursen der VHS Saarlouis entwickelt und wurde 2002 gegründet. Er will die Astronomie der Öffentlichkeit näher bringen und durch Treffen die Völkerverständigung und den kulturellen Austausch fördern. Jeden ersten Freitag im Monat finden Treffen in den Räumen der VHS Saarlouis von 20 bis 22.15 Uhr statt.

 Gernot Meiser vom Verein Cassiopeia erläutert Maximilian Mang ein Teleskop. Foto: Thomas Seeber
Gernot Meiser vom Verein Cassiopeia erläutert Maximilian Mang ein Teleskop. Foto: Thomas Seeber

HintergrundJedes Jahr, vom 9. bis 14. August, durchquert die Erde den Meteorstrom der Perseiden. Dieser Bereich wird als Radiant bezeichnet. Er erhält seinen Namen von einem Sternbild, das sich dort befindet. In dieser Zeit können am Himmel vermehrt Sternschnuppen beobachtet werden. Diese erscheinen meist 120 Kilometer vor dem Erdboden. Ihre Lichtspur kann je nach Geschwindigkeit und Größe des Teilchens bis zu 100 Kilometer lang sein. Der nächste Meteorstrom, den der Orioniden, durchquert die Erde am Mittwoch, 20. Oktober. Er liegt im Radiant des Orion, welcher ihm seinen Namen gibt. hbewww.cassiopeia-saarlouis.dewww.mobile-sternwarte.de