Jahreskonzert mit vielen Facetten

Der Dirigent ist aus Frankreich, das Orchester aus Rehlingen, und das Musikprogramm international. Damit begeisterte der Rehlinger Musikverein Almenrausch 504 Zuhörer in der ausverkauften Kulturhalle.

Aufgekratzt steht Dirigent Yannik Erel hinter der Bühne der ausverkauften Rehlinger Kulturhalle. "Beim Konzert bin ich der Ruhigste", sagt er. Bei den Proben sei das nicht immer so, aber jetzt brauche er nicht mehr viel zu machen. Dann marschieren die 54 Musiker und Musikerinnen durch die Halle auf die Bühne und legen zum Jahreskonzert los.

Gleich das erste Stück hat den Schwierigkeitsgrad vier von maximal Fünfen. "In the Stone" ist ein anspruchsvoller und flotter Rhythm and Blues. Von leichtfüßigen Titelmelodien von Vorabendserien der ARD und des ZDF spielt sich Almenrausch zu dramatischen Klängen der Serie "Game of Thrones". In die Märchenwelt von Disney geht es mit "Frozen". Dieses Motiv der Eiskönigin weist wiederum den Schwierigkeitsgrad vier auf.

Eine Premiere war das Konzert für den neuen Moderator Jörg Hektor. Der Nachrichtenredakteur bei Radio Salü spielte früher im Orchester Trompete. Nun stand er mit Tablet auf der Bühne und führte das Publikum unterhaltsam von Stück zu Stück. Die Stimmung des einsamen Hirten von James Last brachte Solistin Sophie Mathis mit einer verträumten Querflöte zur Wirkung. Satter Big-Band-Sound erklang beim Hit-Medley von Robbie Williams , dirigiert vom Leiter des Jugendorchesters, Josef Krämer. Der Marsch "Rechts schaut" verabschiedete die Zuhörer in die Pause, mit dem "Florentiner Marsch" ging es zackig in den zweiten Teil des Abends. Bei "Europa" von Carlos Santana entlockte Gitarrist Eddie Gimler seinem Instrument klagende Melodien, bei "Symphonic Rock" begleitete er Almenrausch zu Hits von Queen und Genesis.

Dem Schlager "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens folgten die rasanten "Xylo Classics". Dabei wirbelte Ralf Hektor mit zwei langen Holzlöffeln über 38 schmale Klangstäbe. Das Jazz-Stück "Birdland" beendete den offiziellen Teil. Doch Dirigent Erel und sein Orchester setzten ihre vielseitige Spielfreude noch mit drei Zugaben fort, darunter der "Steigermarsch".