Irgendwo im Nirgendwo

Das Leben als Backpackerin ist vor allem eines: unvorhersehbar! Wenn man wie wir in der Landwirtschaft tätig ist, weiß man nie, ob man wegen schlechten Wetters oder unzuverlässiger Lieferanten am nächsten Tag arbeiten wird oder nicht. Manchmal bleibt man auch mit dem Van im Matsch stecken und kann ihn nur mit vereinten Kräften wieder befreien

Das Leben als Backpackerin ist vor allem eines: unvorhersehbar! Wenn man wie wir in der Landwirtschaft tätig ist, weiß man nie, ob man wegen schlechten Wetters oder unzuverlässiger Lieferanten am nächsten Tag arbeiten wird oder nicht. Manchmal bleibt man auch mit dem Van im Matsch stecken und kann ihn nur mit vereinten Kräften wieder befreien. Oder eine Wasserleitung auf dem Feld verwandelt sich auf einmal ungewollt in einen Springbrunnen...Das führt zu allerlei surrealen Situationen, die meistens zum Glück ziemlich witzig sind. Und lehrreich. Larissa und ich können mittlerweile einen Traktor mit Anhänger rückwärts um die Ecke fahren und pflanzen am Tag jeweils etwa 700 Zitrusbäume. Wir haben den Respekt unseres anfangs eher die Männer bevorzugenden Chefs gewonnen! Unsere Knie werden es uns allerdings danken, wenn wir uns bald wieder auf den Weg in die Zivilisation machen.

Auch aus dem Grund, dass wir uns ständig verlaufen. Momentan sind wir in Victoria, irgendwo im Nirgendwo dieses riesigen Landes und alles sieht gleich aus - es gibt weitläufige Felder voller Obstbäume, durch die lange, einsame Straßen führen, die man erst eine halbe Stunde entlanglaufen muss, um zu merken, dass man sich verirrt hat. Zum Glück sind die Australier im Allgemeinen noch viel freundlicher und hilfsbereiter, als man es ihnen nachsagt, und retten uns jedes Mal, wenn wir verloren an einer Kreuzung stehen.

Carmen Altmeyer aus Siersburg (Foto: Jenal) ist erst 18 Jahre alt und schon eine Weltenbummlerin. Gerade aus Bolivien zurück, packte sie Ende Februar ihre Sachen für Australien. Am 1. März flog sie ans andere Ende der Welt, so sie ein halbes Jahr leben und arbeiten will. Wie es ihr dort ergeht, schreibt Sie der Saarbrücker Zeitung in vielen E-Mails. Momentan lebt und arbeitet sie in Cobram, einem kleinen Städtchen im Staat Victoria.

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