Hochkarätiges Trainerduo

Spielertrainer Sebastian Kiefer wird seinen zum Saison-Ende auslaufenden Vertrag beim Verbandsligisten SG Rehlingen-Fremersdorf nicht verlängern. Seine Nachfolger stehen auch schon fest: Michael Burger und sein Schwager Oliver Hirschauer.

Fußball-Verbandsligist SG Rehlingen-Fremersdorf steckt derzeit tief im Abstiegskampf. Vor dem letzten Spiel des Jahres an diesem Sonntag um 15.30 Uhr gegen Aufsteiger SC Reisbach ist die SG Vorletzter - und seit sieben Spielen sieglos. Durch die Negativserie rauschte der Club von Platz acht auf einen Abstiegsplatz. "Wir hatten die letzten Wochen unglaubliches Verletzungspech. Fünf Stammspieler sind ausgefallen. Das können wir nicht kompensieren", erklärt Spielertrainer Sebastian Kiefer.

Kiefer, der die SG vor anderthalb Jahren in die Verbandsliga geführt hatte, wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag als Spielertrainer auf eigenen Wunsch nicht verlängern. "Das hat aber nichts mit der momentanen sportlichen Krise zu tun", sagt der 31-Jährige. "Ich habe das dem Vorstand schon Anfang Oktober mitgeteilt, als wir noch deutlich besser dastanden. Ich werde im Januar zum zweiten Mal Vater und bin der Meinung, dass ich dann Familie, Beruf und Trainertätigkeit nicht mehr so unter einen Hut bringen kann, wie ich mir das vorstelle." Als Spieler wird Kiefer der SG aber voraussichtlich erhalten bleiben.

Bei der Nachfolgersuche ist der Verein bereits fündig geworden - und hat sich für ein Duo entschieden: Michael Burger, derzeit noch Kapitän bei Saarlandligist SV Mettlach, wird als Spielertrainer fungieren. Oliver Hirschauer, bis Sommer vergangenen Jahres Trainer beim Lokalrivalen FSV Hemmersdorf, kommt als Trainer. Er kann bei Bedarf aber auch noch selbst spielen. "Ich denke, wir haben mit den beiden die optimale Lösung gefunden", freut sich Rehlingens Spielausschuss-Vorsitzender Mario Heitz.

Burger stammt aus Rehlingen und spielte, bis er vor zwölf Jahren nach Mettlach wechselte, auch für die Sportfreunde Rehlingen in der mit der heutigen Saarlandliga vergleichbaren Verbandsliga. "Ich wollte ohnehin einmal ins Trainergeschäft einsteigen, und jetzt hat alles gepasst", erklärt der 32-Jährige. "Sowohl vom Alter wie auch von der Tatsache her, dass ich bei meinem Heimatverein arbeiten kann."

Sein künftiger Kollege Hirschauer sagt: "Nachdem ich acht Jahre in Hemmersdorf war, habe ich eine Pause gebraucht, weil diese Zeit sehr intensiv war. Jetzt freue ich mich aber riesig auf die neue Aufgabe." Die beiden künftigen SG-Trainer müssen sich übrigens nicht erst kennenlernen, sie kennen sich bereits gut: Burger ist mit der Schwester von Hirschauer, Sabrina, verheiratet.