Hirschauer hört am Saison-Ende auf

Fußball-Saarlandligist FSV Hemmersdorf muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Amtsinhaber Oliver Hirschauer hat dem Verein mitgeteilt, dass er sein Engagement nach dieser Runde beenden wird.

Seit 2008 ist Oliver Hirschauer beim FSV Hemmersdorf als Spielertrainer in der sportlichen Verantwortung. Damit zählt der 37-Jährige zu den Dienstältesten seiner Zunft in der Fußball-Saarlandliga. Auf eine noch längere Amtszeit beim selben Verein kann in dieser Spielklasse nur Marco Emich vom FSV Jägersburg (sogar schon seit 2002 im Amt) zurückblicken.

Nach dieser Saison werden sich die Hemmersdorfer Anhänger aber an ein neues Gesicht auf der Trainerbank gewöhnen müssen. Denn Hirschauer hat dem Verein mitgeteilt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern wird. Der 37-Jährige möchte zumindest für ein Jahr fußballerisch kürzer treten. "Ich spiele jetzt seit 20 Jahren im aktiven Bereich und bin seit sieben Jahren Trainer. Da bleibt das Privatleben schon ein wenig auf der Strecke", sagt Hirschauer. "Ich bin auch vor neun Monaten Vater geworden und möchte einfach etwas mehr Zeit für die Familie."

Für den Hemmersdorfer Vorsitzenden Herbert Bauer kam die Entscheidung von Hirschauer nicht ganz überraschend. "Die beiden letzten Jahre haben wir Oli immer schon mehr oder weniger überredet, dass er noch eine Saison dranhängt. Deshalb hatten wir irgendwo schon damit gerechnet, dass nach dieser Runde Schluss ist."

Hirschauer hatte den Trainerposten beim FSV im Jahr 2008 in der Verbandsliga von Uwe Klein (derzeit beim Nachbarn FV Siersburg) übernommen. Nach der Umbenennung im Zuge der Ligareform spielte Hirschauer mit seiner Mannschaft ab 2009 in der neu eingeführten Saarlandliga. Mit dem FSV hielt Hirschauer bis zum Abstieg 2013 die höchste saarländische Spielklasse. Im Frühjahr dieses Jahres gelang den Rot-Weißen der sofortige Wiederaufstieg. "Mittlerweile haben wir uns zu einer guten Adresse im Saarland entwickelt", findet Hirschauer. "Das haben wir auch unserem Vorsitzenden Herbert Bauer zu verdanken, mit dem ich über all die Jahre sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet habe."

Bauer und seine Vorstandskollegen haben derweil mit der Suche nach einem Nachfolger für Hirschauer begonnen. "Es schwirren uns schon ein paar Namen im Kopf rum, aber kontaktiert haben wir noch niemanden", sagt Bauer. Ob der FSV wie bei Hirschauer wieder auf einen - in der Saarlandliga eher unüblichen - Spielertrainer oder auf einen reinen Trainer setzt, ist noch offen.

Nach dem 5:2-Überraschungserfolg gegen den SV Auersmacher am vergangenen Wochenende hat Hemmersdorf übrigens an diesem Sonntag wieder ein Heimspiel gegen ein Team aus dem oberen Tabellen-Drittel: Um 14.30 Uhr gastiert der Tabellen-Fünfte VfL Primstal bei den Rot-Weißen.