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Hexenkräuter für Mittelalter-Garten

Pflanzaktion im mittelalterlichen Kräutergarten in Siersburg. Horst Schneider, stellvertretender Orstvorsteher, Bürgermeister Martin Silvanus und der Biologe Gerhard Müller (v.l). Foto: Seeber
Pflanzaktion im mittelalterlichen Kräutergarten in Siersburg. Horst Schneider, stellvertretender Orstvorsteher, Bürgermeister Martin Silvanus und der Biologe Gerhard Müller (v.l). Foto: Seeber
Siersburg. Kurz vor der Hexenstunde am Abend der Hexennacht wurde der Pflanzenbestand des mittelalterlichen Kräutergartens neben der Kapelle St. Willibrord in Siersburg mit "Hexenkräutern" bestückt

Siersburg. Kurz vor der Hexenstunde am Abend der Hexennacht wurde der Pflanzenbestand des mittelalterlichen Kräutergartens neben der Kapelle St. Willibrord in Siersburg mit "Hexenkräutern" bestückt. Zu diesem Zweck griffen der Bürgermeister von Rehlingen-Siersburg, Martin Silvanus, der stellvertretende Ortsvorsteher von Siersburg, Horst Schneider, und der Biologe Gerhard Müller von der Stabstelle Umwelt am Donnerstag selbst zu Schaufel, Harke und Gießkanne. Die Pflanzen, die sie an diesem Nachmittag in den malerischen Garten setzten, hatten samt und sonders entweder heilende Wirkung oder ihnen wurden einst symbolische Bedeutungen zugesprochen. So das "Tränende Herz". Diese Mohnpflanze steht für eine vergessene Liebe. Oder auch den weißen Diptam, der schon in der antiken Mythologie erwähnt wurde.


In dem Siersburger Kräutergarten sind über 80 Pflanzenarten vertreten. Angelegt ist er nach der Art mittelalterlicher Klostergärten, mit einem zentralen Rondell und kreuzförmig angelegten Wegen, neben denen sich die Beete erstrecken. Unmittelbar neben der Kapelle St. Willibrord, einer der ältesten Sakralbauten des Saarlandes, gelegen ist der Kräutergarten aber auch ohne Hexenwerk ein Schmuckstück für Gartenfreunde und alle, die sich für die Vielfalt der heimischen Flora begeistern. see