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Hammerwurf-Weltrekordler feiert 90. Geburtstag

Hammerwurf-Weltrekordler feiert 90. Geburtstag

"Er war das Maß der Dinge beim Hammerwurf-Weltkord" schrieben wir zu seinem 80. Geburtstag. Der weit über die Grenze der Gemeinde Rehlingen-Siersburg hinaus bekannte Hans Remack wird am heutigen Montag, 20. Februar 90 Jahre alt. Zu Siersburg, wo er bis vor Kurzem noch in der Straße Zum Campingplatz 8 wohnte, hat er immer noch regen Kontakt. 58 Jahre lang war er mit seiner Ehefrau Maria, die er eine ganze Zeit lang pflegen musste, verheiratet. Der Ehe entstammen sieben Kinder, neun Enkel und sieben Urenkel.

Hans Remack ist gebürtiger Rodener, in Fraulautern aufgewachsen, die meiste Zeit seines Lebens in Siersburg sesshaft gewesen. Seinen Lebensabend verbringt er, sportlich gestählt, ohne Stock und Rollator, im Seniorenheim "Sonnenresidenz" in Beckingen.

Als er 1946 aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, war Bedingung, dass er im Kohlenbergwerk Velsen arbeiten musste. Das hieß für ihn damals, in der Frühe um drei Uhr aufstehen, von Siersburg aus zu Fuß über Rehlingen und die Saarfähre nach Beckingen, um von dort mit dem als "Grubenhexe" bezeichneten Bus nach Velsen zu kommen.

Nach der unfreiwilligen Arbeit als Bergmann war Hans Remack ununterbrochen 23 Jahre lang in der Siersburger Dampfziegelei Kiefer-Krotten beschäftigt.

Außer der Familie und der Arbeit, so der Jubilar, habe ihn vor allem der Sport geprägt. Lange Zeit war Winfried Remack Kampfrichter in der Leichtathletikabteilung des TV 08 Siersburg, er war 15 Jahre lang Kampfrichterobmann und wurde Ehrenmitglied des Saarländischen Leichtathletik-Bundes (SLB). Über viele Jahre hinweg fand er seine sportliche Heimat beim LC Rehlingen.

Seine größte sportliche Begegnung als Kampfrichter war am 19. Mai 1975 mit dem Konzer Karl-Hans Riehm. Remack maß damals die Hammerwürfe im Rehlinger Stadion: Sechs mal überbot Riehm den alten Weltrekord, übertraf sich selbst bis zu einer Weite von 78,50 Metern und schrieb damit Sportgeschichte.

Ein zweites Hobby für den Siersburger war das Rennrad fahren mit jährlichen Strecken von 7000 bis 8000 Kilometern.

Der kontaktfreudige und stets gut gelaunte Siersburger freut sich vor allem über regelmäßige Besuche seiner Freunde vom LC Rehlingen und von Siersburger Bekannten.