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Grenzen in Niedaltdorf sind endgültig dicht und sorgen für Umwege

Problem für Arbeitnehmer : Schließung kleiner Grenzübergänge sorgt für lange Umwege

Jetzt sind auch die Grenzen in Niedaltdorf endgültig dicht: Barrikaden auf der Straße versperren die Fahrt von und nach Guerstling und Neunkirchen in Frankreich. Ortsvorsteher Reiner Petry ist einerseits erleichtert, andererseits besorgt.

Denn auch wenn damit der unkontrollierte kleine Grenzverkehr gestoppt ist und die Corona-Infektionswege minimiert sind, gibt es nun andere, neue Probleme: Etliche Berufspendler müssen nun Umwege bis zu 90 Kilometern in Kauf nehmen, berichtet er, da sie etwa in Überherrn die Grenze passieren müssen.

Besonders problematisch seien diese Einschränkungen für Pflegekräfte, die in den grenznahen Altenheimen arbeiten. Normalerweise sind sie innerhalb weniger Minuten an ihrem Arbeitsplatz, jetzt müssten sie für die Hin- und Rückfahrt nicht selten Stunden einplanen, berichtet Petry.

Gleiches gilt für Berufspendler, die das Saarland von ihrem Weg von Lothringen nach Luxemburg lediglich als Transitstrecke nutzen wollen: Bislang werden sie an der Grenze zurückgeschickt und müssen weite Umwege in Kauf nehmen, um über lothringisch-luxemburgische Grenzübergänge an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Nicht nur Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger fordert hier Lösungen.

„Es müsste doch möglich sein, mit geringem Personalaufwand zumindest zu gängigen Arbeitszeiten einen kontrollierten Grenzübergang zu schaffen und somit die immensen Belastungen für die Betroffenen zu minimieren“, schlägt Petry vor: Etwa drei Mal täglich für eine Stunde, meint er, könnten Arbeitnehmer dann mit Bescheinigung passieren.