Gemeinderat Rehlingen-Siersburg will Niedtalbahn erhalten

Niedtalbahn : Gemeinderat will die Niedtalbahn ausbauen

CDU legt Resolution dazu vor, die gemeinsam mit den französischen Nachbarn beraten werden soll.

Eine Resolution zum Ausbau der Niedtalbahn zu einer grenzüberschreitenden Linie hat die CDU-Fraktion in den Gemeinderat Rehlingen-Siersburg eingebracht. In der Resolution, die von der SPD und den Grünen mitgetragen wird, fordern die Räte die „Einführung eines grenzüberschreitenden Liniennetzes“, erläuterte Hubert Meusel, CDU.

Die Resolution wurde aber noch nicht beschlossen: Denn CDU-Fraktionschef Manfred Kelm machte zuvor den Vorschlag, den Inhalt mit der französischen Partnerstadt Bouzonville abzustimmen und zwar in einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Ratssitzung der beiden Kommunen. Diese gemeinsamen Sitzungen gab es in der Vergangenheit mehrfach, zuletzt 2014. Dass Bürgermeister Ralf Collmann sich um eine solche Sitzung mit den französischen Amtskollegen bemühen soll, beschloss der Rat einstimmig.

Die Niedtalbahn sei derzeit wieder landespolitisches Thema, auf Grund der „hoheitlichen Zuständigkeiten“ habe die Kommunalpolitik zwar wenig Einfluss, „aber wir müssen als Gemeinderat von Rehlingen-Siersburg ein gemeinsames Zeichen mit unseren Freunden aus Bouzonville setzen“, erklärte er in der Sitzung am Donnerstagabend. Alle Fraktionen seien sich einig, „hier aktiv zu einem Modellprojekt bei der Erweiterung der deutsch-französischen Beziehungen beitragen zu können.“ Meusel betonte, dass eine solche grenzüberschreitende Zugverbindung, idealerweise bis nach Luxemburg, „dem Erhalt oder auch der Schaffung von Arbeitsplätzen auf beiden Seiten der Grenze dient“.

Auch der ökologische Aspekt sei nicht außer Acht zu lassen: Es sei besser, die vorhandene Zugstrecke zu nutzen als neue Straßen zu bauen. „Nur mit allen Akteuren in der Großregion“, heißt es in der Resolution, „können wir dieses richtungsweisende Projekt, Reaktivierung und vollständige Elektrifizierung der Niedtalbahn, umsetzen.“

SPD-Fraktionschef Michael Altmaier schloss sich dem an: „Es ist selbstverständlich, dass wir uns hier als Gemeinde artikulieren müssen und uns vor Ort Gehör verschaffen müssen, auch wenn wir selbst recht wenig bewegen können.“ Auch Alexander Raphael, Grüne, begrüßte die Initiative der CDU: „Wir wollen nicht nur an Karfreitag nach Bouzonville fahren. Aber derzeit fehlt die Bereitschaft der französischen Seite, einen Fahrdienstleiter zu stellen, da müssen wir die Kollegen dazu bewegen.“

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