Gemeinde will mehr fairen Handel

Rehlingen-Siersburg startet Aufbruch zur Fairtrade-Kommune mit Infoveranstaltung.

Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg macht sich auf den Weg, eine anerkannte "Fairtrade-Gemeinde" zu werden. Die Initiative startete mit einer Infoveranstaltung, zu der auch zahlreiche Vertreter von Schulen, Kindergärten, Jugend- und Seniorenorganisationen kamen. Bürgermeister Martin Silvanus erklärte, dass es bei der Aktion nicht in erster Linie darum gehe, "eine schmückende Auszeichnung zu erringen, sondern um Schaffung von Bewusstsein und Veränderung von Verhalten". Wichtig sei für ihn, zu verstehen, dass mit dem Kauf von fair produzierten und fair gehandelten Waren schließlich die Menschen fair behandelt werden, die in Produktion und Handel existenziell eingebunden sind. Über die Bedingungen im Welthandel, über Voraussetzungen zur Erlangung der Anerkennung als Fairtrade-Kommune und über ausgewählte, beispielgebende Aktionen und Projekte informierte Diana Rode von der Fairtrade-Initiative Saarland. Die Referentin erläuterte die vier grundlegenden Kriterien des fairen Handels: Zahlung eines Mindestpreises, Verbot von Kinderarbeit, Förderung des ökologischen Anbaues in der Landwirtschaft und die Zahlung einer sogenannten sozialen Prämie.

Die zuständige Sachbearbeiterin in der Gemeindeverwaltung, Katja Zimmermann, erklärte, dass etwa mindestens zwei Gastronomiebetriebe gewonnen werden müssten, die jeweils zumindest zwei Produkte in ihrem Speisen- und Getränkeangebote aufweisen müssten, die aus fairem Handel stammen.