Gemeinde möchte keinen Windrad-Wildwuchs

Gemeinde möchte keinen Windrad-Wildwuchs

Rehlingen-Siersburg. Die Gemeinde will in ihrem Flächennutzungsplan Konzentrationsflächen für Windkraft festsetzen. "Um einen ungebremsten Wildwuchs von Windrädern zu vermeiden, werden wir steuernd eingreifen und plausibel Festsetzungen im Flächennutzungsplan vornehmen", kündigt Bürgermeister Martin Silvanus an

Rehlingen-Siersburg. Die Gemeinde will in ihrem Flächennutzungsplan Konzentrationsflächen für Windkraft festsetzen. "Um einen ungebremsten Wildwuchs von Windrädern zu vermeiden, werden wir steuernd eingreifen und plausibel Festsetzungen im Flächennutzungsplan vornehmen", kündigt Bürgermeister Martin Silvanus an.Die Ortsräte von Gerlfangen, Eimersdorf und Fremersdorf haben sich mit einem Gutachten der Planungsgesellschaft AGSTA Umwelt GmbH befasst, die im Auftrag der Gemeinde mögliche Standort-Sektoren für Windräder untersucht hat. Hintergrund ist, dass das Land den sogenannten Landesentwicklungsplan Umwelt geändert hat, sodass Windkraftanlagen künftig auch außerhalb der vom Land festgesetzten Vorranggebiete gebaut und betrieben werden dürfen.

Auf der Basis des AGSTA-Gutachtens empfiehlt der Bürgermeister zwei geeignete Standort-Bereiche auf dem Niedgau, einen zwischen Gerlfangen und Fremersdorf, einen weiteren zwischen Eimersdorf und Gerlfangen. Beide Flächen würden jeweils etwa drei Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt sechs bis acht Megawatt aufnehmen können. Damit könnte ein guter Teil des Stromverbrauchs der Haushalte in der Gemeinde erzeugt werden. Dritter möglicher Standort sei zwischen Hemmersdorf und Gisingen.

Dazu tagt der Ortsrat von Hemmersdorf in einer öffentlichen Sitzung heute, 3. Dezember, um 20 Uhr in der Grenzlandhalle (Nebenraum). Ein aktuelles und konkretes Bauvorhaben eines Investors gebe es noch nicht. Die Gemeinde will bewirken, dass in der Finanzierung von Windenergie-Projekten auch Bürgerbeteiligungsmodelle angeboten werden, die eine entsprechende Teilhabe der Gemeinde und ihrer Technischen Werke ermöglichen. Das Verfahren zur Festsetzung von Windkraftflächen soll bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein, teilte Bürgermeister Silvanus mit. red

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