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Fürweiler restauriert Gedenkstein von 1735

Fürweiler restauriert Gedenkstein von 1735

In Fürweiler und im nahe gelegenen lothringischen Schwerdorff stehen eine Reihe von verschiedenen Kreuzen. Einer, der sich der Erforschung dieser Kreuze in puncto Herkunft und Bedeutung verschrieben hat, ist der 69-jährige Alfons Jacob aus Fürweiler.

Fürweiler hat eine große geschichtliche Vergangenheit: Funde aus der Zeit der Bandkeramik in der Steinzeit zeugen davon, dass es sich hier um eine der ältesten Siedlungen in unserer Region handelt.

Bis zur Errichtung der Fürweiler Filialkirche "Maria, Hilfe der Christen" im Jahr 1922 stellte die Pfarrei Schwerdorff das Gotteshaus für die Fürweiler, die auch auf dem lothringischen Friedhof beigesetzt wurden.

In Fürweiler und Schwerdorff gibt es eine Reihe von Bitt-, Dank-, Gebets-, Andachts- und Gedenkkreuzen. Der Erforschung der Herkunft und der Bedeutung dieser Kreuze hat sich seit vielen Jahren der Fürweiler Alfons Jacob, 69, verschrieben.

Als autodidaktischer Bildhauer restauriert er mit Präzision die alten Kreuze, um sie nach fachgerechter Konservierung so der Nachwelt zu erhalten. Ein Beispiel ist das alte Fürweiler Pestkreuz, dem Jacob als langjähriger Fürweiler Wehrführer am neuen Feuerwehrgerätehaus einen besonderen Platz gab.

Seine jüngste Arbeit ist die Sicherung eines Hochzeitsgedenksteins aus der Zeit um das Jahr 1735 . Vom Gedenkstein ist nur der Sockel erhalten geblieben. Die Inschrift lautet: "Filebus Ecker Susanna Matt(his)". Das S ist seitenverkehrt - bei einem Steinmetz, der des Lesens und Schreibens unkundig war und nach einer Vorlage arbeitete, konnte das schon einmal passieren. Bei den genannten Personen handelt es sich um Philipp Ecker, um 1705 in Fürweiler geboren, und Susanna Mathis, die vor 1735 geheiratet hatten.

Wesentlich neueren Datums ist der von Alfons Jacob anlässlich des Neubaus der kriegszerstörten Grenzbrücke, der "Brücke der Freundschaft" zwischen Fürweiler und Schwerdorff über den Diersdorfer Bach, gestaltete Gedenkstein mit Sockel, den beiden Ortswappen und dem Einweihungsjahr 1998.