Fremersdorfer Narren feiern Jubiläum: 25 Jahre Umzug

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht : Die Retterinnen der Faasend

Seit 25 Jahren organisieren die „Fremersdorfer Narren“ einen Umzug mit Party im Ort.

„Was haben wir hier früher gefeiert, alle in den T-Shirts des Fußballvereins. Und danach ging es dann noch weiter ins Gasthaus Folz“, erinnert sich Marion Grewelinger aus Fremersdorf. Den örtlichen Fußballverein gibt es nicht mehr, längst haben sich die Spielfreunde Rehlingen-Fremersdorf zusammengeschlossen und auch das Gasthaus ist Geschichte. Nicht überlebt haben auch der Erntedankumzug und die Kinderfastnacht im Ort. Doch eins, das betont Grewelinger, wollten sich die Fremersdorfer partout nicht nehmen lassen: Ihre Fastnacht an Faasendsamstag.

Dabei wäre beinahe auch diese Tradition gestorben, damals vor rund 25 Jahren: „Die Besucherzahlen in der Halle bei der ,Schwarz-Roten-Nacht’ gingen immer weiter zurück, die Veranstaltung stand auf der Kippe“, erzählt sie. Das rief Michelle Kerber auf den Plan. Sie sprach unter anderem Grewelinger an und die Rettung der Fremersdorfer Fastnacht durch die „Interessengemeinschaft Fremersdorfer Narren“ startete.

Zusammen mit Tina Lukas und Petra Motzek, die seit 25 Jahren zum harten Kern gehören, erarbeitete man ein Konzept: „Ganz wichtig war dabei die Idee mit dem Umzug. Denn wir wollten, dass die Leute ins Dorf kommen. Wer mal da ist, bleibt dann auch und feiert weiter“, erklärt Grewelinger. Die Rechnung ging auf: Bereits zur Premiere vor 25 Jahren kam der Umzug mit anschließender Party in der Geisbachhalle gut an.

Doch bereits vor dem ersten Gaudiwurm 1996 gab es einiges zu tun. „Wir brauchten ja ein bisschen Startkapital, also haben wir am 11.11.95 einen Flohmarkt veranstaltet“, erzählt Grewelinger. Mit der Zeit bildete sich ein harter Kern aus acht Frauen heraus, sie übernehmen gleichberechtigt die Aufgaben. Viele Jahre ist die Gruppe selbst mit dem Umzug mitgegangen, mit tollen Kostümen und Wagen. Doch inzwischen können die Organisatorinnen gar nicht mehr selbst teilnehmen, bedauert sie, weil die Helfer an der Zugstrecke und in der Halle fehlen. „Wir haben viele ehrenamtliche Helfer, ohne die würde es nicht gehen. Aber gerade auf den Bändchen-Verkauf sind wir besonders angewiesen und da fehlen einfach die Leute“, sagt sie.

Als Zuschauer ist man mit zwei Euro für das Bändchen dabei – ein absolut ziviler Preis, wie die Frauen finden. „Wenn jetzt auch noch das Wetter mitspielt, dann werden wir unser Jubiläum so richtig ausgelassen feiern“, verspricht  Grewelinger.

Schon die Premiere des Umzugs der Fremersdorfer Narren 1996 war ein voller Erfolg. Foto: Marion Grewelinger

Der 25. Fastnachtsumzug der Fremersdorfer Narren startet am Samstag, 22. Februar um 15.11 Uhr im Neubaugebiet und endet an der Geisbachhalle.