Erdbeerland Ernst & Funck Erdbeeren frisch vom Feld – diese Tipps sollten Sie beim Pflücken beachten

Fremersdorf · Auf zehn Feldern des Erdbeerlandes Ernst & Funck können Erdbeerliebhaber die roten Früchte selbst pflücken. Inhaberin Christina Chatelain erzählt, worauf man dabei achten sollte.

Christine Chatelain, Geschäftsführerin von Erdbeerland Ernst & Funck, erklärt, welche Vorteile das Selbstpflücken hat.

Christine Chatelain, Geschäftsführerin von Erdbeerland Ernst & Funck, erklärt, welche Vorteile das Selbstpflücken hat.

Foto: Jana Rupp

Sie sind rot, saftig, süß und erfrischend – ob im Kuchen, als Marmelade, auf dem Eis, als Cocktail oder frisch vom Stängel: Erdbeeren gehören zu unseren liebsten Leckerein in den Sommermonaten. Wer die Früchte nicht zufällig selbst im Garten angepflanzt hat und auf den teuren Kauf im Geschäft verzichten möchte, der kann sie auch selbst pflücken und sofort genießen. Drei Felder im Kreis Saarlouis – in Fremersdorf, Dillingen und Schwalbach – bietet dafür das Erdbeerland Ernst & Funck an.

Erdbeeren selbst pflücken hat Vorteile

Von 8 bis 18 Uhr kann man hier jeden Tag selbst ernten und seine mitgebrachten Behälter mit leckeren Erdbeeren füllen. „Am besten bringt man Eimer oder Schalen mit. Keine Plastiktüten, so könnten die Beeren zerdrückt werden“, erklärt Chefin Christina Chatelain. Während der Ernte ist Naschen natürlich erlaubt. „Man muss ja wissen, was man kauft“, nennt die 44-Jährige nur einen der Vorteile des Selbstpflückens. „Ich kann mir die Frucht aussuchen, die ich pflücke.“ Zudem seien die Beeren oft günstiger als im Geschäft und man weiß, wie alt die Erdbeeren schon sind und vor allem: wo sie herkommen. „Lange Transportwege fallen bei uns auch weg. Ich hab Sie auf dem direkten Weg vom Feld im Haus.“

 Wer eigene Behälter mitbringt, spart sich Verpackungskosten.

Wer eigene Behälter mitbringt, spart sich Verpackungskosten.

Foto: Jana Rupp

Seit 40 Jahren gibt es das Erdbeerland, das seine Zentrale in Heusweiler hat, schon. Vor zwölf Jahren hat Chatelain das Unternehmen mit ihrem Mann Patrick von ihrem Vater übernommen. Insgesamt zehn Felder haben sie im ganzen Saarland verteilt, in Heusweiler gibt es zudem ein Himbeerfeld. Jeden Tag ist Chatelain auf diesen unterwegs, kümmert sich um die Kassen und alles Organisatorische.

Darauf sollte man bei der Ernte achten

Daher kennt sie sich auch mit den saftigen Früchten bestens aus und gibt Tipps, die man beim Pflücken beherzigen sollte. „Wichtig ist: die Blätter beiseiteschieben und auch darunter gucken. Dort finden sich die Erdbeeren, die ich auf den ersten Blick nicht sehe“, erklärt sie. Auch sollte man die Früchte vor der Ernte umdrehen. „Von oben sind die meistens schön rot, aber auf der anderen Seite sind sie oft noch nicht ganz reif.“ Ein weiterer Tipp von der Chefin: „Immer am Stängel mit dem Nagel abknipsen, nie dran reißen. Dann bleiben sie länger frisch.“ Außerdem sollte das grüne, sogenannte Kelchblatt beim Waschen noch dran bleiben, sonst trocknen die Früchte aus und verlieren Vitamine.

 Seit elf Jahren arbeitet Therese Steinhauer aus Siersburg in dem Verkaufshäuschen des Erdbeerlandes in Fremersdorf.

Seit elf Jahren arbeitet Therese Steinhauer aus Siersburg in dem Verkaufshäuschen des Erdbeerlandes in Fremersdorf.

Foto: Jana Rupp

Danach geht es mit der Ernte auf die Waage am Verkaufshäuschen. Hier steht seit elf Jahren jede Saison Therese Steinhauer aus Siersburg hinter der Kasse. Die 69-Jährige liebt ihren Job und weiß genau, wo die besten Erdbeeren zu finden sind. „Am Sonntag war es sehr sonnig und hier war viel Betrieb. Auf den unteren Feldern findet man aber noch viele reife Beeren“, sagt sie. Steinhauer selbst pflückt hier ebenfalls regelmäßig Erdbeeren, um sie zu Marmelade zu verarbeiten.

„Mittlerweile geht die Tendenz eher ins Erlebnispflücken“

Das Selbstpflücken habe vor allem seit Corona wieder an Beliebtheit gewonnen. „Man konnte ja auch nicht viel anderes machen in der Zeit“, erzählt Chatelain. „Früher hat man jedes Jahr sein Pensum gepflückt, um Erdbeermarmelade zu kochen. Mittlerweile geht die Tendenz eher ins Erlebnispflücken. Statt sonntags auf den Spielplatz kommen viele aufs Erdbeerfeld, das gibt es ja nicht das ganze Jahr über“, sagt sie. „Das Selbstpflücken ist einfach das Herzstück. Das gibt es schon von Anfang an und ist das, was die Leute mit dem Erdbeerland verbinden.“

Neben den Selbstpflückfeldern vertreibt das Erdbeerland seine frisch geernteten Früchte an rund 40 Verkaufsständen im ganzen Saarland. Rund 120 Erntehelfer, meist aus Rumänien, sind dafür im Sommer im Einsatz. In diesem Jahr fällt jedoch fast das halbe Feld in Fremersdorf weg. Der Grund: Das Hochwasser an Pfingsten, das die Saar bis auf die Felder anstiegen ließ. „Zum Glück nur im unteren Teil“, sagt Chatelain. Die Sorten zum Selbstpflücken blieben jedoch glücklicherweise von den Fluten verschont. Noch bis Mitte Juli kann auf den Feldern des Erdbeerlandes selbst geerntet werden.