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Ein Titel für die Genugtuung

Rehlingen. Die Nachwuchs-Leichtathleten des LC Rehlingen haben am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach sehr gute Ergebnisse eingefahren. Allen voran: Christian von Eitzen. red

Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach hat Christian von Eitzen am Wochenende das 800-Meter-Finale in 1:50,88 Minuten gewonnen. Im Spurt besiegte er den WM-Halbfinalisten Dennis Biederbick (LG Ahlen), der vor einer Woche mit 1:47,70 Minuten eine deutlich bessere Vorleistung erbracht hatte. Für den Rehlinger war dieser Sieg eine große Genugtuung, weil er zeigen konnte, "dass ich bei der WM auch gut hätte mitlaufen können." Er hatte die WM-Norm erfüllt, konnte aber nicht mit nach Bydgoszcz, weil drei andere Deutsche etwas schnellere Zeiten aufzubieten hatten.


In dem umkämpften Rennen half dem 19-Jährigen bei seiner vierten Jugend-DM-Teilnahme seine Erfahrung. "Nach der ersten Runde war ich noch eingeschlossen, aber da braucht man Geduld." Nach einer mäßigen Durchgangszeit von 57 Sekunden kam Tempo auf. Auf der Gegengerade zog sich das Feld auseinander mit Christian von Eitzen an Position drei. Vor ihm Frido Kixmöller (TLV Germania Überruhr) und Dennis Biederbick, der in der letzten Kurve zum Spurt ansetzte. Auf der Zielgeraden beschleunigte Christian von Eitzen, zunächst Schulter an Schulter mit Biederbick. Dann spielte der Rehlinger seine größeren Reserven aus. Trainer Adi Zaar konnte ihn so in Empfang nehmen und umarmen. Eine Woche zuvor hatte er als Schlussläufer zusammen mit Kai Seewald und Patrick Zwicker den DM-Titel über 3x1000 Meter der U23 gewonnen.

Insgesamt wurden fünf Mal Rehlinger aufs Podium zur Siegerehrung der besten Acht gerufen. Über 1 500 Meter der W U18 lieferte Selma Benfares ein mutiges Rennen, hielt sich 1300 Meter an der Spitze auf. Im Spurt auf den letzten 200 Metern wurde sie auf Rang fünf verdrängt. Mit 4:44,03 Minuten war sie am Ende einen Tick schneller als im Vorlauf. Der 5. Platz bei der DM ist für die Neu-Rehlingerin, die bei den französischen Titelkämpfen den zehnten Platz errang, der größte Erfolg dieses Jahres.

Silvana Tinnes startete im 400-Meter-Hürden-Finale der W U18 vorsichtig und konnte dadurch auf der zermürbenden Zielgeraden gut standhalten. Mit 64,16 Sekunden, der zweitbesten Zeit ihrer Hürdenkarriere, kam sie als Sechste ins Ziel. Im Vorlauf einen Tag davor hatte sie ihre Bestzeit auf 63,67 Sekunden geschraubt.

Im Speerwurf der W U20 schleuderte Louisa Gerhard den 600-Gramm-Speer im zweiten Durchgang auf 45,97 Meter und belegte damit am Ende ebenfalls den sechsten Platz. Alexander Jung überwand im Stabhochsprung der MU18 die Höhe von 4,30 Metern. Er lag damit gleichauf mit dem Viertplatzierten, reihte sich aber aufgrund der Fehlversuche auf Platz sechs ein.



Zwei Rehlinger erreichten jeweils das B-Finale. Oliver Jakob kam dort über 400 Meter der M U18 auf den 7. Platz mit 50,92 Sekunden (im Vorlauf 50,89). Lukas Piatek wurde bei den M U20 über 200 Meter ebenfalls Siebter in 22,57 Sekunden. Im Vorlauf hatte er windbegünstigte (+2,1 m/s) 22,16 Sekunden erzielt.

Über 100 Meter der WU18 verbesserte Mehrkämpferin Francine Philipp ihren persönlichen Rekord auf flotte 12,31 Sekunden und gelangte als 22. in einen der drei Zwischenläufe. Im Diskuswurf der WU18 warf Kristin Stickdorn die Scheibe 38,82 Meter weit (Platz 12) Ihre Kollegin Alisha Biwer erreichte bei den WU20 mit 35,81 Metern den 13. Platz.

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