Ein Spiel dauert 98 Minuten

Der FV Siersburg hat zu Hause gegen den SV Mettlach 1:1 (0:1) gespielt. Der Punktgewinn kam glücklich zu Stande. Denn der Treffer von Marvin Huckert zum Ausgleich fiel in der sechsten von acht Minuten Nachspielzeit.

Der erhoffte Sieg nach fünf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn war für den SV Mettlach zum Greifen nah. Bis zur 96. Minute führte der Fußball-Saarlandligist am vergangenen Sonntag vor etwa 200 Zuschauern in der Partie beim FV Siersburg mit 1:0. Dann zog FV-Offensivspieler Thomas Heitz von der Außenbahn nach innen. Er legte den Ball auf rechts in den Mettlacher Strafraum zu Marvin Huckert. Der zur Pause eingewechselte Siersburger zog ab - von der Unterkante der Latte prallte der Ball zum 1:1 hinter die Torlinie. Zwei Minuten später war die Partie zu Ende und der Frust bei den Mettlachern groß.

Handelfmeter für die Gäste

"Ich weiß nicht, warum Schiedsrichter Axel Hurth so lange nachspielen ließ", ärgerte sich Trainer Christoph Gläsner: "Es gab in der zweiten Halbzeit kaum Unterbrechungen. Zudem hat er vier Minuten Nachspielzeit angezeigt - und daraus sind dann acht geworden." Die Zuschauer hatten in der ersten Halbzeit überlegene Mettlacher gesehen. In der 25. Minute hatte Kevin Petry Pech mit einem Pfostenschuss gehabt. Fünf Minuten später jubelte der SV über den Führungstreffer. Eine Hereingabe von Andreas Becker sprang einem Abwehrspieler der Gastgeber an die Hand. Schiedsrichter Hurth entschied auf Elfmeter für Mettlach. Den Strafstoß verwandelte Artur Kruser zur 1:0-Führung.

Nach dem Seitenwechsel wurde der FV Siersburg besser und hatte einige gute Torgelegenheiten. Mettlachs Torwart Frank Schmidt bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich. Die Gäste hatten Konter-Gelegenheiten, die sie jedoch nicht zum 2:0 nutzen konnten. "Da haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen", monierte Gläsner: "So ärgerlich der späte Ausgleich war - auf Grund einer engagierten zweiten Halbzeit hat sich Siersburg den Punkt aber auch irgendwo verdient."