Ein offenes Ohr für Bürgeranliegen

Der Ortsrat Biringen hat am vergangenen Wochenende erstmals alle Bürger zu einem Treffen im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Mit den Mitgliedern des Ortsrates sollten Probleme und Anregungen diskutiert sowie Ideen ausgetauscht werden. Mit Ortsvorsteher Rolf Klein sprach SZ-Redakteurin Nicole Bastong über die Resonanz.

Herr Klein, wie ist es gelaufen, wie viele Bürger kamen?

Rolf Klein: Es war tatsächlich ein großer Erfolg. Es kamen etwa 100 Leute, das ist bei einem Ort mit etwa 340 Einwohnern ein hoher Anteil. Etwa 15 Leute kamen noch aus den umliegenden Orten. Und auch altersmäßig waren wir gut durchmischt: Unser ältester Gast war 86 Jahre, unser jüngster sieben Monate.

Welche Themen wurden besprochen?

Klein: In so einem kleinen Dorf gibt es nicht viel Infrastruktur. Wir haben kein Geschäft mehr, keine Treffpunkte. Der Ansatz war, das Dorf mal wieder zusammenzubringen, über verschiedene Dinge zu sprechen, was gut läuft und was nicht. Und wenn da ein Viertel der Bevölkerung kommt, sieht man, dass das Dorf doch noch lebt. Wir hatten auch die Ortsvorsteher der umliegenden Dörfer eingeladen, aus Silwingen und Mondorf und auch aus Waldwisse in Frankreich. Da konnte man sich austauschen, und wir wollen auch mit den Nachbardörfern wieder enger zusammenarbeiten.

Sollen solche Bürger-Treffen wiederholt werden?

Klein: Die Resonanz war positiv. Auch der Wunsch, es zu wiederholen, wurde geäußert. Aber man sollte es nicht zu oft machen, dann nutzt es sich ab, vielleicht drei bis vier Mal im Jahr. Wir wollen jetzt auch die Chance nutzen und einen Förderverein für das Dorf gründen. Schon im Januar gibt es einen Aktionstag, bei dem das Dorfgemeinschaftshaus verschönert wird. Also: Dass was folgen wird, ist sicher.