Eichenprozessionsspinner sorgt für Sperrung an der Nied

Gefahr : Raupe sorgt für Sperrung an der Nied

Eine giftige Raupe sorgt derzeit für eine Wegsperrung an der Nied.

Seit dem Wochenende ist der Radweg auf der Südseite der Nied zwischen Siersburg und Hemmersdorf gesperrt, wegen der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Daher sollten Wanderer und Radfahrer auf die nördliche Nied-Seite ausweichen.

Schon vor Wochen sind die Raupen des Prozessionsspinners, einer Schmetterlingsart, in die Eichen gekrabbelt, haben sich im Laub satt gefressen und lassen sich jetzt wieder aus den Bäumen fallen. Ihre Brennhaare können beim Menschen eine Raupen-Dermatitis auslösen. Neben Schwellungen und Juckreiz kann es bei empfindlichen Menschen auch zu Atemwegsreizungen, Schwindel und Fieber bis hin zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Eine erhöhte Gefährdung besteht von Ende Mai bis Ende Oktober.

In den letzten Jahren hat sich der Schädling auch im Saarland ausgebreitet. Bereits seit 2016 warnen die Experten des Umweltministeriums und der Saarforst-Landesbetrieb vor möglichen Gefahren durch den kleinen giftigen Schädling. Auch im Stadtgebiet von Saarlouis mussten bereits Nester entfernt werden. Betroffen sind ebenso die Kreise Merzig-Wadern (Wege um die Saarschleife), St. Wendel, Saarpfalz-Kreis und Saarbrücken.

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