Die Ruhe vor dem Ansturm

Siersburg. Der Sturm kommt überraschend. Innerhalb weniger Sekunden wird aus der gemütlichen Feierabendstimmung auf dem Burgplateau der Siersburg ein wildes Durcheinander, Blätter, Äste und Planen fliegen durch die Luft. Dicke Staubwolken werden aufgewirbelt und verwehren die Sicht. Etwa 40 Jugendliche rennen chaotisch durcheinander, jeder hat eine Mission vor Augen

Siersburg. Der Sturm kommt überraschend. Innerhalb weniger Sekunden wird aus der gemütlichen Feierabendstimmung auf dem Burgplateau der Siersburg ein wildes Durcheinander, Blätter, Äste und Planen fliegen durch die Luft. Dicke Staubwolken werden aufgewirbelt und verwehren die Sicht. Etwa 40 Jugendliche rennen chaotisch durcheinander, jeder hat eine Mission vor Augen. Und wirklich ist nach ein paar Minuten die Situation im Griff, alles ist eingeräumt oder wind- und wasserfest.

Die Christliche Arbeiterjugend CAJ Siersburg ist nach 42 Burgfesten wettererprobt. Viele der Helfer sind seit Jahren dabei. So wie Vorstandsmitglied Eugenia Parhemenko: "In diesem Jahr ist es eine wesentliche Erleichterung, weil wir einen Stapler für die Paletten haben." Wegen der schlechten Wege hoch zur Burg müssen die Kühlwagen für die Getränke leer hochgezogen und oben eingeräumt werden. "Sonst haben wir die Kisten immer so hochgeschleppt oder mit einem kleinen Hänger, jetzt ist das etwas einfacher", sagt Eugenia.

"Dieses Jahr sind wir so weit wie noch nie, dabei gibt es durch die zwei Veranstaltungstage noch viel mehr zu tun."

Denn statt des sonst üblichen Kinder-Burgfestes am Sonntag vorher gibt es in diesem Jahr zum Schwenker-Weltrekordversuch am Abend ein Programm für Kinder und Jugendliche: Eine mobile Kletterwand, Springburgen, Bungee Running, Human Kicker und Musik von der Band "Oku and the Reggae-Rockers".

Das eigentliche Burgfest beginnt am Samstag um 19 Uhr. Das Schuften hat dann für die Helfer aber noch kein Ende: Am Fest selbst arbeiten die CAJ-ler auch in den acht Getränke- und Essensständen, dazu kommen noch einige Tage Abbau. Unterstützt werden die fleißigen Jugendlichen neben den Ehemaligen und ihren Freunden auch von ihren Familien: Die Mütter der Helfer kochen mittags, die Väter helfen mit Traktoren oder Brennholz aus. "Gestern haben wir fast eine Nachtschicht gemacht, die Getränke wurden erst abends angeliefert und wir haben bis 23.30 Uhr eingeräumt. Aber da war es auch nicht mehr so heiß", erzählt Eugenia.

Bei der täglichen Teambesprechung werden die anfallenden Aufgaben ganz klassisch als Mädchen- und Jungenarbeit verteilt: Jungs erledigen die harte Arbeit wie Bühnenteile schleppen, schweißen oder Elektrokabel verlegen, die Mädels sägen, streichen, kochen, bestücken die Stände, erzählt Eugenia: "Die Jungs haben extra einen Workshop mit den Mädels gemacht, in dem der Umgang mit den Werkzeugen noch mal genau erklärt wurde." >> Weiterer Bericht: Seite A3