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Die Hoffnung beim FV Siersburg wächst

Die Hoffnung beim FV Siersburg wächst

Durch den zweiten Sieg in Folge steigen die Chancen des FVS im Abstiegskampf der Saarlandliga. Doch auch die Konkurrenz punktet.

Fußball-Saarlandligist FV Siersburg hat pünktlich zur alles entscheidenden Saisonphase in die Erfolgsspur gefunden. Am Sonntag feierte der FV seinen zweiten Sieg in Folge. Vor 180 Zuschauern bezwang das Team von Trainer Nico Granata Aufsteiger TuS Herrensohr zu Hause mit 2:1 (0:0). Eine Woche zuvor hatte sich das Team ebenfalls mit 2:1 bei der SV Elversberg II durchgesetzt.

Aber reichen diese Punkte noch für den Klassenverbleib? Die Hoffnung auf den Ligaverbleib wächst zumindest. "Wir sind wieder dran", jubelte Granata nach dem Spiel. Fakt ist aber auch, dass Siersburg trotz des Dreiers Tabellenvorletzter bleibt. Und auch die Konkurrenz punktet derzeit: Schlusslicht Quierschied, das drei Punkte weniger als der FV hat, siegte mit 3:2 gegen Elversberg II. Der bisherige Tabellendrittletzte SV Mettlach gewann 1:0 beim SC Brebach. "Die anderen Ergebnisse sind leider nicht ganz optimal für uns", weiß auch Granata. Aber durch den Mettlacher Sieg ist nun plötzlich der TuS Steinbach (1:2 beim neuen Tabellenführer VfL Primstal) Drittletzter. Steinbach hat nur vier Punkte mehr als Siersburg. "Vielleicht können wir sie sogar noch überholen", hofft Granata. Der drittletzte Platz könnte zum Klassenverbleib ohne Schützenhilfe reichen - wenn maximal ein saarländisches Team aus der Oberliga absteigt.

Was für Siersburg spricht: Der FVS spielt am vorletzten Spieltag noch zu Hause gegen Steinbach. Davor geht es noch am kommenden Samstag zum Tabellenzwölften SV Hasborn. Am letzten Spieltag ist Siersburg dann bei Schlusslicht Quierschied zu Gast. "Das sind jetzt alles Endspiele. Wir versuchen jetzt, bis zum Runden-Ende keine Partie mehr zu verlieren", gibt sich Granata kämpferisch.

Kampfstark präsentierte sich seine Mannschaft auch gegen Herrensohr. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit zog der FV im zweiten Durchgang das Tempo an. In der 58. Minute brachte der 19-jährige Lukas Staretzek die Gastgeber mit einem Traumtor in Führung: Der Mittelfeldspieler ließ zunächst zwei Gegenspieler aussteigen und schlenzte den Ball dann gefühlvoll Richtung Tor. Vom Innenpfosten ging der Schuss hinter die Linie. Gäste-Torwart Marc Mildau war chancenlos.

Doch dieses Gegentor war wie ein Weckruf für die Gäste. Herrensohr gab nun Gas und übernahm die Spielkontrolle. Eine Viertelstunde vor Schluss traf der eingewechselte Moussa Dansoko, der in der Hinrunde noch für Oberligist Borussia Neunkirchen auflief, nach einer Ecke zum 1:1.

Siersburg zeigte sich aber nicht geschockt und antwortete prompt. Nur vier Minuten später gingen die Hausherren wieder in Führung: Johan Talamona verwandelte einen Elfmeter zum 2:1-Siegtor für den FV. Der Strafstoß war jedoch nicht unumstritten. Ein TuS-Verteidiger wollte Siersburgs Nico Staub im Strafraum vom Ball trennen. Dabei traf er in Brusthöhe sowohl Ball als auch Gegner. Schiri Martin Grill wertete dies als elfmeterreifes Vergehen. "Manche Schiris geben da Strafstoß, andere nicht", sagte Granata.