"De Leo" ist ein engagierter Jubilar mit Bodenhaftung

Gerlfangen. "Nachhaltigkeit" ist eines seiner Lieblingsworte. Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur, mit Energie, aber auch mit Menschen. So lautet das Credo von Professor Leo Petry, der seit 25 Jahren Ortsvorsteher von Gerlfangen ist und seit 35 Jahren dem Siersburger Gemeinderat für die SPD-Fraktion angehört

 Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (rechts) traf Leo Petry beim Politischen Aschermittwoch in Siersburg. Foto: Andreas Engel

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (rechts) traf Leo Petry beim Politischen Aschermittwoch in Siersburg. Foto: Andreas Engel

Gerlfangen. "Nachhaltigkeit" ist eines seiner Lieblingsworte. Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur, mit Energie, aber auch mit Menschen. So lautet das Credo von Professor Leo Petry, der seit 25 Jahren Ortsvorsteher von Gerlfangen ist und seit 35 Jahren dem Siersburger Gemeinderat für die SPD-Fraktion angehört. 1992 wurde Petry in den Vorstand der VSE berufen, und seit 1990 lehrt er an der HTW des Saarlandes. Wenn man so will, ist Petry im "Großen" und im "Kleinen" zu Hause. Die Begriffe seien in diesem Zusammenhang natürlich völlig wertfrei, beschreibt Petry sein vielschichtiges Engagement. Als VSE-Vorstand bewege er sich in größeren wirtschaftlichen Zusammenhängen, aber seine Arbeit als ehrenamtlicher Ortsvorsteher verhindere, "dass ich die Bodenhaftung verliere. Es ist immer dasselbe Muster. Die Menschen stehen im Mittelpunkt", sagt Petry im Gespräch mit unserer Zeitung. Am Maßstab Mensch habe er sich immer orientiert, "ich bin katholischer Sozialdemokrat". So habe er als langjähriges SPD-Mitglied gedacht, als Landtagsabgeordneter (1980 bis 1992), als VSE-Vorstand, Hochschullehrer und als Ortsvorsteher. Als Ortsvorsteher und Gemeinderat hat er einiges auf den Weg gebracht. Beispiele: Mit anderen engagierten Gerlfangern gründete er 2003 den Förderverein Naturparkdorf Gerlfangen, und auch der Jugendtreff geht auf seine Initiative zurück. Neben den schon ihrer Vollendung zustrebenden Projekten ist ein Mehrgenerationenhaus im früheren Schulgebäude im Aufbau.Heimatort erhalten "Unser Ziel ist es, Gerlfangen als lebens- und liebenswerten Heimatort zu erhalten", sagt Petry. Im Gemeinderat bemühe er sich, zusammen mit den Kollegen "solideste Finanzen zu schaffen", denn, wer seinen Haushalt selber ausgleichen könne, habe Gestaltungsfreiheit. Wer nicht, hänge am Gängelband der Kommunalaufsicht. Fast überall im Ort ist er nur "de Leo", und das freut ihn.

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