Barrierefreier Weg führt über die Nied

Barrierefreier Weg führt über die Nied

Eine Brücke aus Aluminium führt seit Herbst 2014 in rund drei Metern Höhe nahe der Wackenmühle über die Nied. Am Mittwochnachmittag fanden die offizielle Eröffnung und Einsegnung statt. Als nicht ganz einfach stellte Bürgermeister Martin Silvanus die Vorarbeiten für den Fußgänger- und Radweg dar.

Zu berücksichtigen war dabei auch die Lage in einem sensiblen Naturbereich. Entsprechend zeitintensiv fiel das Genehmigungsverfahren aus.

Der bislang genutzte Steg an der Wackenmühle ist nur über Stufen erreichbar. Dagegen ist die rund 150 Meter flussabwärts liegende neue Brücke barrierefrei. Eine Erdrampe ermöglicht Rollstuhlfahrern sowie Personen mit Rollator den Zugang vom rechten Niedufer aus. Die Brücke ist zwei Meter breit und hat extra hohe Geländer. Ein rutschfester Belag aus Epoxidharz und Splitt führt 24 Meter weit zum anderen Ufer. Nach einer Steigung von etwa sechs Prozent geht es dort ebenerdig weiter.

Komplett montiert hing die fast sieben Tonnen schwere Konstruktion im September 2014 an einem Kran und wurde passgenau auf die massiven Widerlager aufgesetzt. Sechs Tonnen Tragfähigkeit weist sie auf. Bei extremem Hochwasser der Nied fließt ein Teil des Wassers durch zwei Ablaufröhren unter der rampenartigen Zuführung.

Insgesamt kostet das Bauwerk 250 000 Euro. Das Wirtschaftsministerium steuert 70 Prozent bei, die Naturlandstiftung 15 Prozent. Für die Gemeinde Rehlingen-Siersburg verbleiben rund 37 500 Euro. Die neue Brücke sei "gut eingebettet in das touristische Konzept des Saarlandes", sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger . Dies helfe mit, die Qualität des Angebotes sowie die Wertschöpfung zu verbessern.

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