Auf die Mirabellen, fertig, los!

Dieses Jahr sind die Mirabellen wegen der fehlenden Niederschläge zwar klein, dafür aber besonders schön und reif. Davon kann man sich beim Mirabellenfest in Fremersdorf am Wochenende überzeugen.

Mirabellenfest in Fremersdorf : Alois Konter hat den sprichwörtlichen "grünen Daumen", was Obst und Schnaps angeht. Daran konnte auch der trockene Sommer nichts ändern. "Man darf nicht mit dem lieben Gott streiten, man muss nehmen, was es gibt", nennt er seine Philosophie.

Und die Praxis gibt ihm recht: Bedingt durch das Fehlen von Niederschlägen gibt es in diesem Jahr nur kleine, aber dafür schöne vollreife Mirabellen . Und nicht umsonst gilt die Mirabelle als Königin der Früchte und wird in im benachbarten Lothringen - hier fällt die Ernte ausgesprochen schlecht aus - schon seit langem als "Nationalfrucht" geführt.

Alois und Martina Konter haben mit der Familie und zahlreichen Freunden für dieses Wochenende wieder ein großes Mirabellenfest an der Fremersdorfer Scheune vorbereitet. Und dieses Fest ist längst Kult in der Region. Seit Jahren kommen die Besucher aus dem gesamten Saarland nach Fremersdorf . Etliche scheuen auch den Weg aus Lothringen, Rheinland-Pfalz und Luxemburg nicht. Kein Wunder, der Mirabellen- und "Piddelches"-Kuchen aus dem Steinbackofen der Fremersdorfer Scheune ist legendär. Der Kuchen- und Obstverkauf startet bereits am Samstag um 14 Uhr. Das eigentliche Mirabellenfest findet jedoch am Sonntag statt. Ab mittags gibt es zudem Mirabellen-Pfannkuchen, Flammkuchen und andere Leckereien. Dazu spielt die einheimische Band "Beatsties", und für die kleinen Besucher stehen Kinderschminken und Herumtollen in der Springburg auf dem Programm.

Und auch die Schnapsfreunde kommen bei den Konters in Fremersdorf voll auf ihre Kosten. Der Mirabell und der Zwetsch wurden erst im Juni von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit "Gold" ausgezeichnet.