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Gemeinderat
Auch Rehlingen-Siersburg will Fair Trade

Rehlingen-SIersburg. Der Gemeinderat Rehlingen-Siersburg hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, Fair-Trade-Gemeinde werden zu wollen. „Es geht dabei weniger um eine Plakette, die man sich an die Wand heftet, als darum, den Gedanken Fair Trade zu transportieren“, erklärte Bürgermeister Martin Silvanus dazu. Bei bestimmten Produkten wie Kaffee oder Zucker auf fair gehandelte Ware umzustellen sei „mit wenig Aufwand verbunden, auch preislich“. Das Thema sei in der Verwaltung bereits intensiv vorbereitet worden, informierte Silvanus; bei der Umsetzung wolle man sich mit dem Schwerpunkt auf regionalen und fairen Produkten an der Kreisstadt Merzig orientieren. Die örtlichen Kitas sollen eingebunden werden, ebenso Gastronomie und Handel. Dem Ratsbeschluss folgt nun die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, der auch Vertreter aller Ratsfraktionen angehören sollen. Von Nicole Bastong

Zuvor hatte der Bürgermeister schon darüber informiert, dass der Doppelhaushalt der Gemeinde für die Jahre 2017 und 2018 nun genehmigt worden sei; damit entfiel der Tagesordnungspunkt zur gesonderten Abstimmung über neue Hebesätze, die ab 1. Januar 2018 gelten sollen. Sie sind in der nun genehmigten Satzung enthalten.


Einstimmig, bei zwei Enthaltungen, fiel außerdem die Entscheidung, dem EVS-Wirtschaftsplan 2018 zuzustimmen. „Die Gebühren bleiben stabil“, erklärte Silvanus als wichtigste Botschaft.

Reinhold Jost, SPD, teilte am Ende der Sitzung mit, dass das Innenministerium nun auch zugesagt habe, den Bau eines neuen Vereinsheims in Rehlingen (die SZ berichtete), das unter anderem dem Musikverein Almenrausch dienen soll, zu bezuschussen. Das Grundstück für das neue Heim ist bereits erworben. Mit dem weiteren Zuschuss, erklärte Jost, sei die Finanzierung des Baus abgedeckt.