Anbau an der AWO-Kita Sonnenschein Rehlingen eingeweiht

Kinderbetreuung : Jetzt haben die Kleinen viel mehr Platz

An der AWO-Kita Sonnenschein in Rehlingen wurde der Anbau eingeweiht. Die Erweiterung kostete rund eine Million Euro.

„Besuch’ uns mal im Kindergarten, dort ist es wunderschön“: Mit diesem Lied haben die Kleinen im AWO-Kinderhaus Sonnenschein in Rehlingen die Gäste zur Eröffnung des Erweiterungsbaus begrüßt. Rund eine Million Euro aus Mitteln des Hauseigentümers, der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, sowie aus Zuschüssen des Landkreises und aus Landes- und Bundesmitteln wurden in den zweistöckigen Anbau investiert.

Dafür haben die Kita-Kinder jetzt viel mehr Platz. In Obergeschoss gibt es jetzt einen neuen, lichtdurchfluteten Gruppenraum sowie einen Schlaf- und Ruheraum. Im Erdgeschoss entstand ein großer Raum zum gemeinsamen Essen sowie eine neue Küche. Damit wurde die Kita Sonnenschein vom bisher zweigruppigen Kindergarten auf vier Gruppen erweitert. Derzeit werden 65 Kinder im Kinderhaus betreut, und zwar in zwei Kita- und eineinhalb Krippengruppen, erklärte Leiterin Steffi Bollinger.

Nicht nur die Kinder und ihre Eltern, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Politik waren zur Eröffnung des Neubaus gekommen. AWO-Landesvorsitzender Marcel Dubois freute sich vor allem über die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rehlingen-Siersburg und den beiden aktiven Ortsvereinen, die immer zur Stelle seien, wenn Not am Mann ist. „Wir erziehen die Kinder dazu, die Dinge kritisch zu hinterfragen und selbstbewusst ins Leben hinauszugehen“, erläuterte Dubois das pädagogische Konzept der insgesamt 24 Kinder-Tageseinrichtungen der AWO im Saarland.

Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk freute sich über seinen ersten öffentlichen Termin: „Was kann es Schöneres geben, als dabei eine Kita zu eröffnen.“ Denn frühkindliche Bildung sei zwar das eine, „aber Kinder brauchen auch Platz, um einfach nur sinnfrei zu spielen“. Der Kreisbeigeordnete Dietmar Bonner betonte, dass Familienfreundlichkeit zu den wichtigsten Standortfaktoren einer Kommune gehöre und deshalb gefördert werden müsse.

Von Bürgermeister Ralf Collmann ging ein herzliches Dankeschön an seinen Vorgänger Martin Silvanus. Denn dieser „hat die Sache eingestielt.“ Im übrigen hatten die Kinder mit ihrem zweiten Lied „Hier hat der Bürgermeister schon im Sand gespielt“ recht: „Ich habe hier tatsächlich als Kind im Matsch gespielt. Damals war es noch der Kindergarten St. Nikolaus“, lachte Collmann.

Was jetzt im Kinderhaus noch fehlt, sind kleinere Anschaffungen im Krippenbereich. Dazu habe Saartoto inoffiziell schon Unterstützung zugesagt. Und die Gemeinde will noch die Außenanlagen instandsetzen.

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