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Ehrenamt
Adventmarkt Siersburg hat eine neue Zukunft

Siersburg. Der beliebte mittelalterliche Adventmarkt in Siersburg rund um die Itzbacher Kirche hat eine neue Zukunft. Anfang März mussten zwei der drei Hauptorganisatoren des Adventmarktes, der Heimat- und Verkehrsverein Siersburg und die AWO mit ihrem Beschäftigungsprojekt in Rehlingen, die Segel streichen, weil der Aufwand für sie ehrenamtlich nicht mehr zu stemmen war, beziehungsweise Umstrukturierungen zur Folge hatten, dass das Personal nicht mehr zur Verfügung stand (die SZ berichtete). Von Nicole Bastong

Um das Ende des traditionellen Weihnachtsmarktes zu verhindern, wurden Treffen einberufen, um neue und alte ehrenamtlich engagierte Helfer zu sammeln.


Die Treffen verliefen erfolgreich, die Gemeinde als Hauptveranstalter rief daraufhin eine Arbeitsgemeinschaft Adventmarkt ins Leben, um mit einer Neuverteilung von Aufgaben unter den Ehrenamtlern und auch Änderungen im organisatorischen Ablauf und Konzept dem Markt eine neue Chance zu verschaffen. Offen war bei den Treffen im April bislang, ob das Fest in der Form und am selben Ort würde weiterbestehen können.

Doch es sieht nun ganz danach aus, als könnte der Markt weiterhin rund um die Itzbacher Kirche aufgebaut werden, erklärte der Beigeordnete der Gemeinde Joshua Pawlak auf Anfrage: Man wolle die besondere Atmosphäre dort unbedingt beibehalten, sei der Tenor der Organisatoren gewesen. Auch der Termin, dritter Advent, solle bestehen bleiben. Beim letzten Treffen hatten sich rund 25 Personen gefunden, Vereinsvertreter, aber auch engagierte Privatpersonen, die sich in diesem Punkt schnell einig waren, berichtete Pawlak. „Wir haben außerdem eine Auflistung erstellt, welche Arbeiten anfallen und wie man diese erleichtern kann.“



Der Knackpunkt sei der umständliche Auf- und Abbau der 36 Holz-Buden gewesen. „Man muss diese aus allen Einzelteilen zusammenbauen, zum Markt bringen und dann noch mit Planen und Stoff beziehen“, erklärte Pawlak. „Das ist zwei Wochen Arbeit und ehrenamtlich einfach nicht mehr zu machen.“ Eine Lösung hat die AG aber schon parat: Die AWO Rehlingen könnte die Buden so umbauen, dass sie nicht jedes Mal komplett aufgebaut werden müssen. Als Ganzes könnten sie auf dem Gelände des Wertstoffhofes lagern. „Der Vorteil wäre, dass wir die Stände auch zu anderen Veranstaltungen verleihen könnten“, ergänzte Pawlak. Der Umbau kostet aber auch Geld. „Und darüber müssen nun zunächst der Ausschuss und der Gemeinderat entscheiden.“

Ein paar Änderungen im Programm wird es darüber hinaus geben, kündigte Pawlak an, „aber keine Einschnitte.“ Vier große Zelte werden voraussichtlich nicht mehr aufgebaut. Der Schwerpunkt Mittelalter soll als Alleinstellungsmerkmal bleiben, auch die Ritterschaft will sich weiter einbringen. Welche Neuerungen es sonst im Programm geben wird, wollen die Vereine nun in weiteren Sitzungen diskutieren.