Abschied von Australien

Abschied nehmen ist schwer, insbesonders wenn man nicht weiß, wann man die einem lieb gewordenen Personen und Orte wiedersehen kann, die man hinter sich zurücklassen muss

Abschied nehmen ist schwer, insbesonders wenn man nicht weiß, wann man die einem lieb gewordenen Personen und Orte wiedersehen kann, die man hinter sich zurücklassen muss. Larissa und ich entdecken mittlerweile seit einigen Tagen Hong Kong, und es kommt mir äußerst surreal vor, auf einmal von dem vertrauten Australien in das bunte Leuchtreklamechaos Asiens hineingetreten zu sein und zu wissen, dass es in sehr kurzer Zeit wieder zurück nach Deutschland geht! Ich vermisse Down Under oder besser gesagt bestimmte Menschen und Gewohnheiten, die für mich mit diesem schönen Land verknüpft sind. Immerhin ist Hong Kong ein Ort, der einem nicht viel Zeit für traurige Gedanken lässt! Sich zurecht zu finden, ist aufgrund der mangelhaften Englischkenntnisse des Großteils der Bevölkerung ein verwirrendes Abenteuer. Ständig ernten wir auf unsere Fragen nur hilflose Handbewegungen und Redeschwälle auf Mandarin, was dazu führt, dass wir immer wieder in völlig touristenfreien Ecken landen, wo wir die seltsamsten Geschäfte finden. Die Chinesen verkaufen wirklich alles, von Haifischflossen über Hirschgeweihe und Feng-Shui-Artikeln bis zu Uhren, deren Zifferblätter ein winkender Mao ziert. Larissas Handelsbegabung führt dazu, dass unsere Rucksäcke langsam aber sicher untragbar werden.Carmen Altmeyer aus Siersburg (Foto: Jenal) ist 18 Jahre alt und schon eine Weltenbummlerin. Am 1. März flog sie nach Australien, wo sie ein halbes Jahr lebt und arbeitet. Wie es ihr dort erging, schrieb sie der SZ in E-Mails. Inzwischen ist sie mit ihrer Freundin auf dem Rückweg und in Hong Kong angekommen.