52. Burgfest der CAJ auf der Siersburg: Bilanz

Festivals : Feiern hoch über dem Alltag da unten

Sonnenuntergang und Spaß auf der Burg: Auch in diesem Jahr fanden Tausende den Weg hinauf zur Siersburg zum 52. CAJ Burgfest, um dort gemeinsam zu feiern.

Schon Generationen Jugendlicher aus dem Kreis pilgerten einmal im Jahr zur Siersburg hinauf. Dann, wenn die CAJ (Christliche Arbeiterjugend) Siersburg zum Burgfest lädt. Inzwischen ist das Burgfest bei seiner 52. Auflage angelangt und wie die vergangenen 51 Mal hat der Feiergott vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Denn auch das ist Tradition beim Burgfest, der Aufstieg zu Fuß zum Burgplateau. Oder wie es eine Gruppe junger Frauen beim steilen Anstieg zur Burg scherzhaft meinte: „Jedes Jahr der selbe Sch…!‟

Und so sind auch in diesem Jahr hochhackige Schuhe ebenso wenig auf dem Burgplateau zu finden wie schlechte Laune. Wer den Weg zur Burg hinauf geschafft hat, der hat sich allerdings die kühlen Erfrischungen, die oben warten, redlich verdient. Und das bei bestem Partywetter.

Über 3000 vornehmlich jüngere Besucher, ab 16 Jahren, darunter kommt man leider nicht rein, wagten den Weg hinauf zur Burg im vergangenen Jahr, und auch in diesem Jahr sollten es nicht weniger werden. Oben auf dem festlich geschmückten Burgplateau erwartete den wackeren Burgfestbesucher dann neben einer Vielzahl an Getränke- und Essensständen, dieses Jahr hatte der so genannte Burgerbau – ein zum Burgerstand umgebauter Seat Premiere – spielte auf zwei Bühnen die Musik. Ob Rock – auch härter – oder Pop von den Max Music Allstars aus Dillingen, Lumbematz aus Saarbrücken oder Fibel aus Losheim oder feinster Beats von DJ Rafik aus Köln, musikalisch war man gut auf die Partygemeinde auf der Burg vorbereitet. Das alles im herrlichen Ambiente der Siersburg.

Der Weg lohnt sich eben. Und so zogen bis weit nach Sonnenuntergang die Pilgerströme gen Siersburg. Parkende Autos standen bis Rehlingen. Doch die Ordner und freiwilligen Helfer hatten alles im Griff. Während das Fest nämlich für die Besucher nur eine rauschende Nacht lang dauert, dauert das Burgfest für die Helfer der aktiven und ehemaligen CAJler etwa anderthalb Wochen. Eine Woche allein dauert der Aufbau, sagt CAJ-Vorsitzender Johannes Heinen. „Denn so schön es hier oben ist, es muss eben alles mit dem Traktor hochgebracht werden‟, sagt Heinen, der sein erstes Burgfest als 1. Vorsitzender des Vereins bestritt.

Allerdings hatte er bereits fünf Jahre zuvor Zeit, als damals zweiter Vorsitzender Erfahrungen zu sammeln. Allein rund 160 Freiwillige sind an diesem Abend im Einsatz, an den Ständen, als Helfer oder Ordner. Ohne deren Einsatz und die Unterstützung der Sponsoren wäre das Burgfest nicht denkbar. Dass sich das Engagement lohnt, sieht man an den Besucherströmen, die sich Jahr für Jahr den steilen Burgpfad hinauf schlängeln, um in dem einmaligen Ambiente im Schatten des Burgturms gemeinsam friedlich zu feiern, die tolle Aussicht und gelassene Stimmung zu genießen und nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam das Feuerwerk über der Burg zu bestaunen bis dann gegen drei Uhr langsam der Vorhang fällt. Bis zum nächsten Jahr auf der Burg.

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