Preisträger von BioLogo und der Biologie Olympiade

Schülerwettbewerbe : Biologie interessiert Saar-Schüler besonders

Gut 6000 Teilnehmer starteten bei den Wettbewerben „BioLogo“ und „Bio-Olympiade“. Preisverleihung in Saarlouis.

Biologie scheint die saarländischen Schüler stärker zu interessieren als so manches andere Fach. Mit gut 6000 Teilnehmern von 20 Gymnasien und 26 Gemeinschaftsschulen hatten die Biologiewettbewerbe „BioLogo“ und die erste Runde der „internationalen Biologie-Olympiade“ (IBO) eine außerordentlich große Resonanz zu verzeichnen. Aber auch in den Ergebnissen gab es Spitzenleistungen, wie Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur im Saarland, bei der Verleihung der Preise am Stadtgarten-Gymnasium Saarlouis (SGS) betonte. Es gelte auch weiterhin, bei der Jugend Interesse und Motivation zu wecken, Begabungen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.

Die Schule mit den meisten Teilnehmern bei „BioLogo“ ist übrigens die Martin-Luther-King-Schule in Saarlouis, die sich ganz knapp gegen den Vorjahressieger, das Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten, durchsetzen konnte.

Der „BioLogo“-Wettbewerb, in diesem Jahr zum 19. Mal ausgetragen, leistet nach den Worten von Marion Ewen, der Wettbewerbsleiterin vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien, einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und -Steigerung im Biologieunterricht. Er erfreue sich nicht nur bei den Lehrkräften großer Beliebtheit, auch die Schüler seien mit viel Spaß und großer Motivation mit von der Partie und präsentierten zum Teil hervorragende Leistungen.

Zu bearbeiten waren Testbögen in vier verschiedenen Anforderungsniveaus – entsprechend der Klassenstufe. Die landesweit 40 Punktbesten eines jeden Anforderungsniveaus durften dann in einer zweiten Runde zentral am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen einen weiteren Test mit höherem Schwierigkeitsgrad absolvieren, um die Preisträger zu ermitteln.

Die internationale „Biologie-Olympiade“, kurz IBO, ist im Gegensatz zu „BioLogo“ ein Wettbewerb, der über die Landesgrenzen hinaus reicht und sich vor allem an die gymnasiale Oberstufe richtet. Wie die Landesbeauftragte Karina Bauer betonte, schneidet das Saarland seit Jahren bei diesem Wettbewerb überdurchschnittlich gut ab. Die Teilnehmerzahlen seien trotz der hohen Herausforderung der Aufgaben, die weit über den Schulstoff hinausgingen, im Verhältnis zur Einwohnerzahl bundesweit die höchsten.

In diesem Jahr nahmen an der ersten Runde der IBO, als „Hausaufgabenrunde“ ausgetragen, 74 Schüler der Klassenstufen 10/11 bis 12/13 teil. 57 davon konnten sich für die zweite Runde qualifizieren, wobei sogar 15 mal die Höchstpunktzahl von 60 Zählern erreicht wurde.

Die zweite Runde der IBO findet Ende November in Form einer Klausur am Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Dudweiler statt. Die Aufgaben dafür werden bundesweit zentral von der Universität Kiel gestellt.

Die Teilnehmer der zweiten Runde erhalten außerdem die Möglichkeit, an rund zehn spannenden biologischen, praxisnahen Seminaren und Praktika teilzunehmen, die in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, der Uniklinik Homburg sowie der TU Kaiserslautern angeboten werden. Die Schüler, die sich für die dritte Runde qualifizieren, werden im Februar 2020 mit den rund 40 Besten aus allen Bundesländern eine Experimentier- und Testwoche an der Universität Kiel absolvieren. Eine weitere Trainingswoche im Juni führt dann zur Auswahl der Olympiamannschaft, die Deutschland im Juli 2020 in Japan im internationalen Wettbewerb vertreten wird.

Als beste Teilnehmerin der inzwischen abgeschlossenen IBO 2019 wurde Ronja Völzing vom Cusanus-Gymnasium St. Wendel geehrt, als teilnehmerstärkste Schule das Stefansberg-Gymnasium Merzig.

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