Polizei warnt vor unseriösen Geschäften am Straßenrand

Polizei warnt vor unseriösen Geschäften am Straßenrand

Saarlouis. Gleich mehrere Meldungen machten die Polizei am Samstag auf eine seltsame Masche aufmerksam, die auf Betrugsversuche hindeuten. Entlang von Bundes- und Landstraßen, so berichtete die Polizei gestern, hielten Personen Autos an. Zum Beispiel zwischen Saarwellingen und Saarlouis

Saarlouis. Gleich mehrere Meldungen machten die Polizei am Samstag auf eine seltsame Masche aufmerksam, die auf Betrugsversuche hindeuten. Entlang von Bundes- und Landstraßen, so berichtete die Polizei gestern, hielten Personen Autos an. Zum Beispiel zwischen Saarwellingen und Saarlouis. Ein Mann und seine Begleiterin hatten ihren Wagen auf dem Randstreifen abgestellt und hielten dort vorbeikommende Fahrzeuge an, als ob sie eine Panne hätten. Den hilfsbereiten Passanten erzählten sie, dass sie Sprit und Geld benötigten, um nach Hause nach Osteuropa zurückzukommen. Sie müssten wegen einer kranken Mutter dringend zurück, kämen aber nach einer Woche wieder zurück. Als Gegenleistung für die Hilfe, gefordert wurden gleich 300 Euro, boten sie laut Polizeibericht an, wertvolle Ringe als Pfand zu hinterlassen. Bei ihrer Rückkehr sollten diese Ringe gegen einen Betrag von 1000 Euro wieder von ihnen ausgelöst werden, versprach das Pärchen. Überprüfungen der Polizei ergaben, dass die Version der beiden so nicht stimmte. Der angeblich leere Tank ihres Wagens war fast voll, stellten die Beamten fest, der "Pannenwagen" sprang problemlos an und fuhr auch bereitwillig. Das Paar war auch nicht alleine unterwegs: Im Bereich Lebach wurde ein weiterer, gleichartiger "Verkäufer" festgestellt. Offensichtlich war die gut organisierte Gruppe zuvor im Bereich der Obermosel unterwegs gewesen. Die Polizei: "Es handelt sich um professionell agierende Gruppen, die die Hilfsbereitschaft der Angesprochenen ausnutzt." Die Polizei warnt nun vor solchen Geschäften am Straßenrand, "die sich schnell als Betrug und nicht als Schnäppchen herausstellen können". we