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In Lisdorf gestoppt
Polizei befreit fünf Iraker aus polnischem Kühlwagen-Laster

Die Bundespolizei stoppt mutmaßlichen Menschenschleuser (Symbolbild).
Die Bundespolizei stoppt mutmaßlichen Menschenschleuser (Symbolbild). FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Lisdorf. Französische Ermittler orten Notruf in Deutschland und alarmieren deutsche Kollegen. Lkw war auf A 620 bei Saarlouis unterwegs. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Einen dramatischen Notruf haben französische Polizisten am Dienstagvormittag (23. Oktober) aus dem Kühlwagen eines Lastwagens aufgefangen. Menschen seien dort gefangen. Wie der Sprecher der Bundespolizei in Bexbach auf Nachfrage sagt, informierten die Kollegen aus dem Nachbarland gegen 10.15 Uhr die Fahndungsleitstelle in Saarbrücken darüber, dass sich der Lkw mittlerweile auf deutschen Territorium befinde.


Um 11 Uhr schlugen Ermittler der Bundespolizei zu, stoppten auf der A 620 zwischen Saarlouis und Saarbrücken an der Autobahntankstelle bei Lisdorf den polnischen Transporter. Aus dem Kühlwagen retteten sie fünf Iraker. Ein Notarzt untersuchte sofort die Männer. Sie seien aber nicht unterkühlt. Erste Informationen, wonach sich ein Kind unter den Opfern befunden haben soll, bestätigten sich nicht.

Mittlerweile sind die Befreiten auf der Saarbrücker Dienststelle der Bundespolizei, um sie zu vernehmen. Auch den Fahrer aus der Ukraine nahmen die Fahnder mit. Zurzeit verdächtigen sie ihn als Menschenschleuser.



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