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Ortstermin Anke Rehlinger Ortsumgehung SLS-Roden B 51 neu / Text lx / Bilder im uploader

Verkehrspolitik : Ortsumgehung Saarlouis-Roden geht in die Endphase

Im Schnitt nutzen täglich 16 500 Kraftfahrzeuge die B 51 durch Roden, so die Zahlen des Verkehrsministeriums. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das eine erhebliche Abgas- und Lärmbelästigung.

Der Neubau der Bundesstraße – Teilumgehung Roden – soll dies ändern, und das voraussichtlich bis Herbst 2022.

Am Donnerstag, 15. Juli, startete die Ortsumgehung in eine neue Bauphase. Verkehrsministerin Anke Rehlinger machte sich mit Landrat Patrik Lauer und Oberbürgermeister Peter Demmer vor Ort ein Bild von den Fortschritten der Maßnahme. Ministerin Rehlinger betonte, dass die hohe Verkehrsbelastung die Gesundheit und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Roden gefährde: „Mit der neuen Ortsumgehung schaffen wir Abhilfe und sorgen für saubere Luft, weniger Lärmbelästigung und sichere Straßen.“ Sie zeigte sich „sehr zuversichtlich“, dass die Baumaßnahme pünktlich zum Herbst 2022 abgeschlossen sein werde.

Der Neubau der B 51 – Teilumgehung Roden, die den abschließenden Teil der Gesamtumgehung Ensdorf-Saarlouis darstellt, wird die Lücke schließen zwischen der Gustav-Heinemann-Brücke in Roden und dem Gewerbegebiet Röderberg beim Saarhafen. In den kommenden Wochen wird nun in sieben aufeinanderfolgen Bauphasen der Umbau des Kreuzungsbereichs von Lorisstraße und Hafenstraße erfolgen.

Werner Nauerz vom Landesbetrieb für Straßenbau erläuterte die nächsten Schritte: „Aktuell sind wir unter anderem dabei, den Kreuzungsbereich der L 174 Lorisstraße mit der B 51 neu Hafenstraße umzubauen. Danach folgt die Sanierung des verbleibenden Streckenabschnitts zwischen der Kreuzung L 174 Lorisstraße und Hafenstraße bis zur Einmündung zum Industriehafen Saarlouis-Dillingen sowie die Optimierung des Kreuzungsbereichs L 174 Lorisstraße mit der Henry-Ford-Straße. Zeitgleich wird der Ausbau der B 51 neu vorangetrieben sowie die Querung des Ellbaches gebaut.“

OB Demmer begrüßt die Ortsumgehung Saarlouis ausdrücklich: „Ich bin selbst an der B 51 groß geworden und habe die mit dem hohen Verkehrsaufkommen verbundenen großen Probleme und massiven Auswirkungen auf den Stadtteil Roden daher hautnah miterlebt. Ich freue mich sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger dort jetzt endlich entlastet werden. Ich werde mich zudem konsequent für einen geordneten Rückbau der B 51 engagieren und einsetzen, um einen deutlich spürbaren Verkehrsrückgang und damit eine Verbesserung der Situation für die Menschen in Roden zu erreichen.“

Landrat Patrik Lauer hob die Bedeutung des Individualverkehrs hervor: „Trotz eines zunehmend attraktiver werdenden ÖPNV bleibt die Bedeutung des Individualverkehrs hoch und wird allein mit Blick auf die in Saarlouis und Umgebung zugelassenen Fahrzeuge noch einmal steigen. Zudem wird unser Industrielandkreis vom Güterverkehr und den zahlreichen Einpendlern massiv genutzt. Hierdurch ist gerade das Zentrum des Landkreises, die Kreisstadt Saarlouis mit ihrem starken Ortsteil Roden als Umschlagort zwischen den Industrie- und Einkaufsstandorten in Dillingen und Saarlouis, sehr stark belastet. Mit der Umgehung Roden sorgen wir für mehr fließenden und damit weniger belastenden Verkehr in einem Nadelöhr der Region. “

Die Baukosten für die B 51 – Teilumgehung Roden, rund 13,5 Millionen Euro, trägt der Bund. Im Zuge der Baumaßnahme wird auch die Verknüpfung des bestehenden Rad- und Fußgängerwegenetzes mit den neuen Abschnitten sichergestellt. Dazu wird in Höhe der Hafenstraße ein neuer 2,5 Meter breiter Radweg angeschlossen, der unter der neuen Autobahnbrücke hindurch zur Südseite der A 8 nach links in Richtung Wallerfangen und nach rechts in Richtung Rodener Wiesen führen soll.