Obamas Wahl zum US-Präsidenten weckt Hoffnung auf mehr Frieden

Obamas Wahl zum US-Präsidenten weckt Hoffnung auf mehr Frieden

Kreis Saarlouis. Die USA haben nach einem spektakulären Wahlkampf-Marathon einen neuen Präsidenten gewählt. Von einem "historischen Sieg" des Demokraten Barack Obama ist die Rede und dass der 47-jährige Senator eine neue Ära einläuten werde

Kreis Saarlouis. Die USA haben nach einem spektakulären Wahlkampf-Marathon einen neuen Präsidenten gewählt. Von einem "historischen Sieg" des Demokraten Barack Obama ist die Rede und dass der 47-jährige Senator eine neue Ära einläuten werde. Erstmals in der Geschichte Amerikas wird ein Farbiger die Weltmacht führen, aber interessiert das die Bürger auch bei uns? Die SZ hörte sich auf der Straße um."Er ist jung, sympathisch und kann die Massen begeistern", sagte Thomas Breitsprecher aus Saarburg. Die Wahl von Barack Obama zum neuen Präsidenten sieht er durchweg positiv - und dass erstmals ein Farbiger das Land regiert, findet er gut. Ähnlich sieht es ein junger Mann vor der Ludwigskirche. "Amerika braucht den Wechsel", meint er. Und mit Obama sei ein Kandidat da, der den Umbruch auch herbeiführen kann - "vorausgesetzt, dass er die richtigen Berater an seiner Seite hat". Der neue Präsident habe gute Chancen, auch außenpolitisch wieder mehr Akzeptanz zu bekommen und in den Kriegsgebieten als guter Vermittler und Schlichter zu agieren. Auch Armin Paul vertritt die Ansicht, dass die Wahl auf den richtigen Mann gefallen sei. "Er wird hoffentlich ein besseres Händchen bei der Außenpolitik haben als sein Vorgänger", sagte der Saarlouiser. Zugleich erwartet er von Obama, dass er in Afghanistan und im Irak schnell für Ruhe sorgen soll, "aber ohne weitere Unterstützung aus Deutschland". "Das, was man über ihn hört - er scheint der Richtige zu sein", glaubt Nicole Kusch aus Saarlouis. Zwar hat sie sich nicht allzu sehr mit dem US-Wahlkampf beschäftigt, aber dennoch hofft die 16-Jährige, dass der neue Präsident es besser machen wird als George W. Bush. "Obama tritt ein schweres Erbe an, der kann jetzt alles ausbaden, was sein Vorgänger angestellt hat und das ist eine Menge", meint Martin Neu aus Wadgassen. Er hofft, dass auf Obamas Prioritätenlisten ganz oben Frieden in Afghanistan und im Irak steht. "Es wurde allerhöchste Zeit, dass Amerika wach geworden ist", meint eine Mutter, die gerade mit ihrem kleinen Sohn über den Großen Markt schlendert. Sie hatte insgeheim nicht gedacht, aber sehr gehofft, dass Obama als Farbiger eine Chance hat. "Ich war schon überrascht, schließlich ist Rassismus in Amerika immer noch ein riesiges Problem", sagte sie. "Ein Schwarzer als US-Präsident, das ist schon toll", fand ein Mann, der sich eine Portion Fritten holte. Er hofft, dass sich durch Obama die Lage in Amerika, aber auch in den Kriegsgebieten insgesamt entspannt. "Obama darf jetzt alles ausbaden, was sein Vorgänger angestellt hat, und das ist eine Menge." Martin Neu, Wadgassen

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