Neugierig und gar kein Heimweh

Neugierig und gar kein Heimweh

Saarlouis. "Es ist toll, sich selbst organisieren zu können", erzählen Juliana, Beatriz, Livio und Isabella. Zu Fuß die Stadt zu erkunden, mit Bus und Bahn rasch überall hinzukommen, sich sicher zu fühlen, das ist für diese jungen Leute ein tolles Gefühl. Sie sind derzeit als Austauschschüler zu Gast am Stadtgartengymnasium von Saarlouis (SGS) - weit weg von zu Hause

Saarlouis. "Es ist toll, sich selbst organisieren zu können", erzählen Juliana, Beatriz, Livio und Isabella. Zu Fuß die Stadt zu erkunden, mit Bus und Bahn rasch überall hinzukommen, sich sicher zu fühlen, das ist für diese jungen Leute ein tolles Gefühl. Sie sind derzeit als Austauschschüler zu Gast am Stadtgartengymnasium von Saarlouis (SGS) - weit weg von zu Hause. Juliana, Beatriz, Livio und Isabella leben in der brasilianischen Millionenmetropole von Sao Paulo. Seit 28. Dezember sind sie im Saarland, am 14. Februar geht es zurück in die Heimat, allerdings schweren Herzens, wie Beatriz erzählt. "Alles ist hier anders""Alles ist hier anders", erzählen die Schüler, die zwischen 15 und 16 Jahre alt sind. Die Saarländer seien freundlich, nett und hilfsbereit. "Sie sind auch neugierig, wenn sie hören, woher wir sind", erzählt Beatriz. Dass sie hier alles zu Fuß erledigen oder unbekümmert Bus und Bahn benutzen können, darüber sind sie besonders fasziniert. "Wir können bei uns alles nur mit dem Auto erledigen, das hat mit der Sicherheit zu tun", erklären die jungen Leute. Sie besuchen das Colégio Porto Seguro, eine brasilianisch-deutsche Schule. Die Jugendlichen haben sich bewusst für diese Schule entschieden, wollten Deutsch als Fremdsprache wählen. Den Kontakt mit Porto Seguro stellte SGS-Schulleiterin Susanne Blatt her, sie gastierte dort als Prüfungsvorsitzende.Juliana, Beatriz, Livio und Isabelle sind mit 58 Mitschülern nach Deutschland gekommen, sind allerdings die Einzigen, die am SGS untergebracht sind. Hier werden sie von Dettlei Hasse, Lehrerin an der Porto Seguro, betreut. Sie hilft den Schülern, steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn es darum geht, Besichtigungstouren zu organisieren. Und die Truppe ist ganz schön neugierig und reiselustig. München, Berlin und Straßburg haben sie sich bisher angeschaut und auf einen weiteren Ausflug freuen sie sich besonders: Paris. "Alle wollen nach Paris, wenn sie hier sind", erklärt Hasse. Viele aufregende AusflügeVor einigen Tagen waren die Schüler zu Besuch bei Oberbürgermeister Roland Henz. Und der zeigte sich beeindruckt von den Deutschkenntnissen der jungen Brasilianer. Die Schüler sind sich jedoch sicher, dass sie ihre Kenntnisse während ihres Aufenthaltes wesentlich verbessern werden."Ich glaube, wir lernen hier mehr, als in einem ganzen Schuljahr in Brasilien", meint Isabella. 20 Stunden Unterricht haben sie am Stadtgartengymnasium in der Woche, neben Deutsch stehen auch Mathematik, Geschichte und Naturwissenschaften auf dem Unterrichtsplan.

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