Neues Saarwellinger Industriegebiet auf unbestimmte Zeit verschoben

Neues Saarwellinger Industriegebiet auf unbestimmte Zeit verschoben

Saarwellingen. Ein neues Saarwellinger Industriegebiet zwischen der Autobahn 8 und der Grenze zu Fraulautern gibt es vorerst nicht. Das hat Bürgermeister Michael Philippi beim Neujahrsempfang am Samstag in der Festhalle Saarwellingen klargestellt. Der Bürgermeister in seiner Neujahrsrede: "In den nächsten Jahren tut sich nichts

Saarwellingen. Ein neues Saarwellinger Industriegebiet zwischen der Autobahn 8 und der Grenze zu Fraulautern gibt es vorerst nicht. Das hat Bürgermeister Michael Philippi beim Neujahrsempfang am Samstag in der Festhalle Saarwellingen klargestellt. Der Bürgermeister in seiner Neujahrsrede: "In den nächsten Jahren tut sich nichts." Damit begegnete Philippi der Kritik der Saarwellinger Grünen und der Grünen Stadtratsfraktion Saarlouis (wir berichteten). Philippi wunderte sich, dass es vor fast fünf Jahren bei der Auslegung der Industriegebietspläne auf der ohnehin als solches ausgewiesenen Fläche kein Interesse gab. Philippi: "Es gab keine Einsprüche. Wenn sie zum Superwahljahr kommen, kann ich nur sagen: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt." Die Gemeinde verfolge ihre Absicht in den nächsten Jahren weiter, "aber die Existenz eines landwirtschaftlichen Betriebes hängt an den Flächen". Es gebe daher weiter Gespräche mit den Landwirten. Der Bürgermeister erklärte: "Dass die Gemeinde gut dasteht, hängt mit ihren Gewerbeflächen zusammen." Die Lage des Gebietes an der Autobahn sei optimal - und da er die stabile Finanzlage stärken wolle, müsse Saarwellingen die Standortqualität verbessern und die bestehende stärker hervorheben. Dazu nannte er einige Projekte, etwa "die neue Mitte": Das Einzelhandelszentrum Breitwiese verwirkliche er 2011. Bei allem, auch den Dorferneuerungskonzepten für Schwarzenholz und Reisbach, ruft er auf: "Diskutieren Sie mit! Die Rathaustür steht allen für Vorschläge offen." Trotz der allgemeinen Krise und der Tatsache, dass Reisbach die Last des sozialverträglichen Auslaufbergbaus tragen müsse, werde 2009 gut. Philippi: "Ich kann nicht hellsehen, aber wir werden wohl auch 2009 den Haushalt ausgleichen." Die Verwaltung setze die Segel im Wind richtig und begreife die Krise als Chance. Um noch am Abend Taten zu zeigen, hörte der Bürgermeister beim Verein der Orchestermusiker Saarland und Rheinland-Pfalz (VOSR, Sitz: Saarwellingen) nicht nur freudestrahlend wie bei den Reisbacher Nachwuchschören zu, sondern griff zum Saxofon und machte mit den jungen Leuten flotte Musik.

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