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Nervenaufreibender Schlagabtausch bis zur Ziellinie

Nervenaufreibender Schlagabtausch bis zur Ziellinie

Zerf. Traditionell wird bei der ADAC-Osterrallye Zerf nicht nach Ostereiern, sondern nach der Ideallinie und den damit verbundenen Bestzeiten gesucht. Die saarländische Rallye-Meisterschaft erlebte auf den anspruchsvollen Strecken des Hochwaldes einen spannenden Saisonauftakt. Mit 94 Teilnehmern war das Starterfeld deutlich größer als noch im vergangenen Jahr

Zerf. Traditionell wird bei der ADAC-Osterrallye Zerf nicht nach Ostereiern, sondern nach der Ideallinie und den damit verbundenen Bestzeiten gesucht. Die saarländische Rallye-Meisterschaft erlebte auf den anspruchsvollen Strecken des Hochwaldes einen spannenden Saisonauftakt. Mit 94 Teilnehmern war das Starterfeld deutlich größer als noch im vergangenen Jahr. Vom ersten Meter an gaben die allradgetriebenen Fahrzeuge erwartungsgemäß das Tempo vor und setzten sich vom Feld ab. Am Ende gewann das luxemburgisch-deutsche Team Mike Souvigné und Stefan Stoller (Perl) im Mitsubishi Lancer Evo VIII nach vier von sechs Bestzeiten die Rallye vor ihren Markenkollegen Dirk Riebensahm und Kendra Stockmar (Andernach), die im Ziel 38.6 Sekunden Rückstand hatten. Vorjahressieger Steve Zimmer aus Luxemburg hielt mit Co-Pilot Steve Lanners im bärenstarken BMW M3 den Abstand zur Spitze mit 48 Sekunden gering, eroberte erneut das Podest. Ebenfalls in Topform präsentierte sich Franco Decker (Schiffweiler) im BMW 320is, der nach vielen Jahren wieder auf die Ansagen von Jo Albrecht vertraute. Unvergessen ist die Zeit, als das Duo im Opel Manta 400 die Szene beherrschte und sich 1990 als Saarlandmeister feiern ließ. In Zerf kamen die beiden auf Rang sieben. Die Mitfavoriten Dieter Reiland (Mitsubishi) aus Bachem und Frank Reiter (BMW) aus Dillingen stellten ihre Boliden nach Fahrfehlern früh ab und verfolgten das Treiben fortan als Zuschauer. Zu einem wahren Herzschlagfinale entwickelte sich die Entscheidung um den Sieg in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1600 Kubik Hubraum. Hier lieferten sich die beiden Citroen C2 R2 Max von Uwe Gropp und Lars Mysliwietz einen nervenaufreibenden Schlagabtausch um jede Sekunde. Während sich Mysliwietz zur Halbzeit bereits ein wenig absetzen konnte, verlor er durch einen Reifenschaden auf der vorletzten Wertungsprüfung wichtige Sekunden. Somit kam es auf der letzten Wertungsprüfung zu einem wahren Showdown, den Mysliwietz mit einem winzigen Vorsprung von 1,2 Sekunden für sich entscheiden konnte. Im Gesamtklassement kam er auf Platz acht. Mit diesem Erfolg übernahm er mit seinem Westerwälder Co-Piloten Oliver Schumacher auch die Führung in der Saarländischen Rallye Meisterschaft. "So kann es weitergehen", lautet das knappe Resümee des Piesbacher Mysliwietz nach dem zweiten Einsatz und mit dem zweiten Sieg in diesem Jahr. Einen nicht ganz so optimalen Saisonauftakt erlebten die amtierenden Saarlandmeister Sven Langenfeld und Kerstin Pohl, die mit ihrem Honda Civic Type R an diesem Wochenende mit dem ein- oder anderen "Problemchen" zu kämpfen hatten. Letztlich reichte es diesmal nur für Rang 13. red