1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Nalbach

Zaun soll Störenfriede fernhalten

Zaun soll Störenfriede fernhalten

Spaß und Fitness sollte das Mini-Spielfeld an der Grundschule Nalbach bringen. Inzwischen sorgt es jedoch allzu oft für Ärger und Probleme. Deshalb soll ein drei Meter hoher Zaun her.

Nalbach. Zum Ärgernis für Anwohner und Gemeinde wird immer wieder das Mini-Spielfeld an der Grundschule Nalbach. In der nordwestlichen Ecke des Schulhofgeländes liegt das 13 mal 20 Meter große Feld mit Banden, integrierten Toren und modernem Kunstrasenbelag. Der Deutsche Fußballbund (DFB) finanzierte es aus Gewinnen der Fußball-WM 2006 in Deutschland.

Im September 2008 war es eingeweiht worden, nur kurze Zeit nach Eröffnung der neuen Grundschule. Aber mit der Zeit flogen immer häufiger Bälle in benachbarte Anwesen. Nachts wurde das Spielfeld zum lärmenden Treffpunkt.
Hausordnung nicht eingehalten

"Wir haben immer wieder das Problem mit Jugendlichen von nah und fern, die sich einfach nicht an die Hausordnung halten", sprach Nalbachs Ortsvorsteher Albert Steinmetz kürzlich bei einer Ortsratssitzung im Feuerwehrgerätehaus die Situation an. Man habe extra auf eine Außenbeleuchtung verzichtet, um nachts Ruhe zu haben. Aber dann werde mit Stirnlampen gespielt und bei lauter Musik getrunken. Während Anwohner bereits im Bett lägen, laufe im Garten die Suche nach verschossenen Bällen. Auf direkte Beschwerden der Anwohner gäbe es entsprechende Antworten der Jugendlichen. Es gehe um unnötigen Lärm und Sachbeschädigung , auch an Sonn- und Feiertagen, sagte Steinmetz weiter. Der Einsatz von Sicherheitspersonal habe an der Situation nichts ändern können. Die Polizei erfasse vor Ort die Personalien, aber bekomme man einen Störenfried weg, kämen zwei andere nach.
Ungebetene Gäste von überall

"Die kommen aus Neunkirchen, Schmelz und Saarlouis." Im Internet werde der Treffpunkt abgemacht. Ein Anziehungspunkt sei dabei das offene Spielfeld an der Grundschule Nalbach. Als einzige Möglichkeit sah Steinmetz die Errichtung eines drei Meter hohen Zaunes um das Spielfeld, dazu zwei abschließbare Türen und klare Öffnungszeiten. Diese Konstruktion koste etwa 8000 Euro. Das sei auf Dauer günstiger als die Beseitigung von Müll durch die Gemeinde und das Beheben von Sachbeschädigungen. "Es geht nicht um Verbieten, sondern um eine geordnete Nutzung", sagte Steinmetz. Zur Umzäunung gab der Ortsrat einstimmig eine Willenserklärung ab. Die Gemeinde muss nun klären, wie sie bei dürftiger Haushaltslage das Geld aufbringen kann.