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Wohnraum bleibt ein begehrtes Gut

Nalbach. Die Flüchtlingszahlen sinken vielfach, doch die Gemeinde Nalbach sucht weiterhin nach Wohnungen. Nicht nur für Migranten, stellte Bürgermeister Peter Lehnert nun dar. Johannes A. Bodwing

"Wir erstellen eine Liste, die auch von anderen Personen genutzt werden kann", sagte Bürgermeister Peter Lehnert auf Anfrage der SZ. Denn die Gemeinde sucht weiterhin mittels Internetseite und Nachrichtenblatt nach Wohnraum. "Es geht auch um Wohnungen beispielsweise für sozial Schwache und Behinderte. Wir wollen einfach wissen, was der Bestand ist." Aufgrund der allgemeinen Situation seien Flüchtlinge ein Schwerpunkt. 175 gibt es derzeit in der Gemeinde Nalbach , vorrangig aus Syrien und Eritrea. Aber "wir haben im Moment mehr als genügend Wohnungen , wir brauchen auch keine Container".



Damit das so bleibt, erfasse die Verwaltung, was Hausbesitzer an verfügbarem Raum melden. Denn die Gemeinde selbst hat nur eine geringe Anzahl von Wohnungen , stellte Lehnert dar. Und die seien bereits mit Flüchtlingen belegt. Doch die Kommunen sind dazu verpflichtet, auch weiterhin Flüchtlinge aus dem Aufnahmelager Lebach aufzunehmen. Derzeit sei deren Anzahl rückläufig. "Aber es wäre möglich, dass wir mal verstärkt Frauen und Kinder aufnehmen müssten. Wenn es dazu kommen sollte, wollen wir vorbereitet sein." Der Wohnraum soll möglichst in der Nähe von Kindergärten und Schulen liegen. Denn die betreffende Migrantengruppe wäre erst einmal nicht mobil genug, um weite Strecken zu solchen Einrichtungen zurück zu legen.

Außerdem gehe es um dauerhafte Wohnungen für Flüchtlinge, die inzwischen anerkannt seien. "Die wollen hier bleiben", sagte Lehnert. Dabei handele es sich zum Teil um Menschen mit hohem Integrationspotenzial. "Die Kinder haben so schnell Deutsch gelernt", berichtete Lehnert über eine Familie, "so was hab' ich noch nicht erlebt". Da sei die Bereitschaft vorhanden, ein Teil der Gemeinde zu werden. Wer freien Wohnraum hat und zur Verfügung stellen möchte, kann sich an die Nalbacher Ortspolizeibehörde wenden. Zudem berät die Gemeindeverwaltung bezüglich Vermietungen.

Ansprechpartner sind Patrik Salzgeber unter Telefon (0 68 38) 9 00 21 50, Petra Zok unter Telefon (0 68 38) 9 00 21 41 sowie Sarah Eufinger unter Telefon (0 68 38) 9 00 21 51.