Wanderweg-Unterhalt kostet Gemeinde viel Geld

Wanderweg-Unterhalt kostet Gemeinde viel Geld

Weite Blicke in die Landschaft und Wege entlang steiler Hänge bietet der Premiumwanderweg Litermont-Gipfel-Tour in Nalbach. Um das hohe Niveau der rund zehn Kilometer langen Strecke zu halten, sind aber auch ständige Instandhaltungen erforderlich.

Zerbrochene Handläufe auf der Litermont-Gipfel-Tour waren Anlass für eine Anfrage bei Bürgermeister Peter Lehnert (Grüne). Doch die Schäden seien nicht etwa, weil das Holz schlapp mache, antwortete der. "Das ist Robinie, die hält eigentlich rund 20 Jahre. Aber wir haben vielfach mit Vandalismus zu tun. Die treten mit Füßen gegen die Handläufe." Dann rücke der Nalbacher Bauhof an, sagte Lehnert, und füge neue harte Hölzer ein.

Spielgerät kostete 5000 Euro

Solche Aktionen jedoch verteuern die Instandhaltungskosten . Beispielsweise musste nach sieben Jahren ein Spielgerät für Kinder repariert werden. Klettermikados nennt sich die Konstruktion aus langen, übereinander liegenden geschälten Holzstämmen. 5000 Euro kostete das nun.

Komplett neu hätte es die Gemeinde etwa 30 000 Euro gekostet, sagte Michael Klein, Leiter des Nalbacher Umweltamtes. Dieses Spielgerät sei ursprünglich in Nalbach geplant und gebaut worden und bestehe aus Nalbacher Holz . Jetzt erfolgte hier die Reparatur einschließlich einer fachmännischen Sicherheitsabnahme.

Die so genannte Himmelsleiter führt den Litermont hin auf in Richtung Gipfelkreuz. Aus einem durchgehenden Baumstamm sind Stufen herausgeschnitten, die eine steile Stelle am Westrand der Teufelsschlucht überbrücken.

Im unteren Bereich bröselt Holz vom Rand der Stufen ab. Ein Splintholz-Pilz sei das, erklärte Michael Klein. "Das ist nur in der äußeren Schicht und hat mit der Stabilität des Holzes nichts zu tun. Im Kern ist das stabil."

Die Litermont-Gipfel-Tour hatte das deutsche Wanderinstitut 2006 mit 75 von 100 möglichen Punkten bewertet. Bei der bislang letzten Zertifizierung 2013 wurden daraus beachtliche 89 Punkte. Ergänzt wird der Weg unter anderen durch einen Walderlebnispfad, die Nutzung alter Westwallbunker als historisches Museum und einen Kinderspielplatz.

Instandhaltung kostet Geld

Zerbrochene Handläufe auf Wegen der Litermont-Gipfel-Tour gehen häufig auf Vandalismus zurück und werden von der Gemeinde Nalbach zügig wieder instand gesetzt.

Der Weg sei toll, sagte Bürgermeister Lehnert, er müsse aber dauerhaft instand gehalten werden. Das koste Geld . "Dafür haben wir auch die Gebühr für den Parkplatz am Litermont ." Dort stehen Parkautomaten. 15 Minuten Standzeit sind frei, ein Tagesschein kostet zwei Euro, die Jahreskarte 20 Euro. Die gebührenpflichtige Zeit geht von 8 bis 20 Uhr. "Das ist keine Abzocke", so Lehnert, "das brauchen wir für den Unterhalt der Wege".