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Vorbei an Grenzsteinen, Brunnen und dicken Eichen

Nohfelden. Der Name "Bärenpfad" ergibt sich aus der historischen Nutzung des Rosenwaldes als Jagdrevier der Landesherren, die über Jahrhunderte die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken waren. Das Waldland rund um Nohfelden soll ein reich besetztes Hochwildjagdgebiet gewesen sein, in dem man dem Großwild nachstellte

Nohfelden. Der Name "Bärenpfad" ergibt sich aus der historischen Nutzung des Rosenwaldes als Jagdrevier der Landesherren, die über Jahrhunderte die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken waren. Das Waldland rund um Nohfelden soll ein reich besetztes Hochwildjagdgebiet gewesen sein, in dem man dem Großwild nachstellte. Neben dem Schalenwild, Rotwild und Wildschweinen war auch der Elch heimisch. An Raubwild war der Wolf am häufigsten, Luchse und Bären, wenn auch schon selten geworden, noch anzutreffen. Der Bär hat seine Spuren in der Namensgebung hinterlassen. So spricht man heute noch von Bärental, Bärenhöhle und Bärenfels. Der Weg führt von Nohfelden aus, durch eine ausgedehnte Waldlandschaft mit schönen Aussichtspunkten, am legendären Schlossberg dem Standort der ehemaligen Burg "Novalis" vorbei. Er verläuft einen kurzen Abschnitt entlang der heutigen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz in Richtung Wolfersweiler. Auf der gesamten Strecke hat die Geschichte Spuren hinterlassen. Es werden zahlreiche historische Grenzsteine passiert, der Messerbrunnen, ein Quellheiligtum aus keltischer Zeit, die "Dicke Eiche" mit einem Umfang von 4,20 Meter, Hügelgräber, und ein nicht mehr benutzter Sand- und Steinbruch. Letztere sind mittlerweile von der Natur zurück erobert worden. Der Wanderer hat entlang der Strecke herrliche Ausblicke Richtung Hunsrück in den "Schwarzwälder Hochwald", in das Birkenfelder Land, auf die Freisener Höhe und den Schaumberg. Gemütliche Rastplätze laden ein zum Entspannen und Verweilen. Der Buchwald ist ein 360 Hektar großes Waldgebiet in der Gemeinde Nohfelden. Der in ihm neu eingerichtete Lehrpfad liegt zentral und ist über Bahn, mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar. Infrastruktur und Wegequalität sind hervorragend und bedingt durch den Behinderten gerechten Wanderweg für ausnahmslos Jedermann gut begehbar. Alle Hauptbaumarten bis hin zu absolut herausragenden, hochkapitalen Einzelbäumen geben ihm eine unbestrittene Einmaligkeit. So beherbergt er die größten und ältesten Lärchen (260 Jahre) im süddeutschen Raum ebenso wie mächtige Douglasien und Laubbäume in unmittelbarer Wegesnähe. Der Schwarze Weiher liegt am Waldlehrpfad und ist ebenso wie ein kleiner Bach magischer Anziehungspunkt für Jung und Alt. Zwölf Infotafeln findet der Besucher derzeit vor, die ihm Wissenswertes über den Wald und seine Bewohner vermitteln können. Rechtzeitig zum "Museumstag 2009" findet im Museum für Mode und Tracht die Sonderausstellung "Ganz in Weiß: einmal Prinzessin sein" statt. Es werden weiße Brautkleider von 1927 bis heute ausgestellt. redZur Eröffnung des Premium-Wanderweges können sich Interessierte für die SZ-Leserwanderung anmelden. Anmeldungen nehmen Daniel Gisch und Robet Herrler im Rathaus, Telefon (06852) 88 50, entgegen.