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Vorbei an Baumriesen und kleinen Geheimnissen

Nohfelden. Ein ganz besonderes Erlebnis bot die Gemeinde Nohfelden am Sonntag Naturfreunden. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Waldlehrpfad Buchwald vorgestellt und Interessierte hatten die Gelegenheit, ihn mit Konrad Funk vom Forstrevier Nohfelden zu erkunden. Der Lehrpfad wurde erst vor Kurzem angelegt und bietet aufmerksamen Wanderern einige Besonderheiten

Nohfelden. Ein ganz besonderes Erlebnis bot die Gemeinde Nohfelden am Sonntag Naturfreunden. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Waldlehrpfad Buchwald vorgestellt und Interessierte hatten die Gelegenheit, ihn mit Konrad Funk vom Forstrevier Nohfelden zu erkunden. Der Lehrpfad wurde erst vor Kurzem angelegt und bietet aufmerksamen Wanderern einige Besonderheiten. Diese zu erkunden, machte sich die erschienene Gruppe aus kleinen und großen Naturfreunden gemeinsam mit dem erfahrenen Förster auf den Weg durch das 360 Hektar große Waldgebiet. Zwölf Informationsschilder dienten dabei als Rastpunkte, an denen Funk und seine "Jungjäger" Eltern und Kindern die Natur des Landkreises näher brachten. So konnten aufmerksame Zuhörer etwas über die Zusammengehörigkeit von Wald und Wild oder auch über den einmaligen Baumbestand des Buchwaldes lernen. Denn nur dort gibt es die ältesten und größten Lärchen und Douglasien im süddeutschen Raum. Ebenfalls interessant war der Schwarze Weiher, dessen Fischbestand eine Nahrungsquelle für den selten gewordenen Eisvogel ist. Vor allem für Kinder war die Führung von Konrad Funk ein aufregendes Erlebnis. Auf spielerische Weise lernten sie gemeinsam mit ihren Eltern die Natur etwas besser kennen und zeigten sich vor allem von lebendigem Anschauungsmaterial, wie dem Nashornkäfer, besonders beeindruckt. Eine Alternative zum theoretischen Schulunterricht. Doch nicht nur über die Bewohner des Waldes erfuhren die Teilnehmer einige Neuigkeiten, sondern auch zu seiner Nutzung. "Was wir hier haben, ist ein hochproduktiver Wirtschaftswald", erklärte Funk. Deshalb werde nicht nur seine Erholungsfunktion geschätzt, sondern auch seine Möglichkeiten im Bereich der Köhlerei und Forstwirtschaft. Dennoch seien Wanderer und auch Radfahrer jederzeit willkommen. Der Lehrpfad verläuft eben, bietet viel Schatten und ist so angelegt, dass auch Gehbehinderte ihn nutzen können. "Den Buchwald muss man eigentlich nicht bewerben. Er spricht für sich selbst", erklärte Bürgermeister Andreas Veit, der auch an der Wanderung teilnahm. Und tatsächlich beherbergt der Wald viele kleine und auch größere Besonderheiten, die nur dort zu finden sind. Und wer sich am Sonntag alles merken konnte, was er von Förster Funk und den Informationstafeln dazu erfahren hatte, der wurde am Ende bei einer Tombola sogar für sein neu erlerntes Wissen mit schönen Preisen belohnt. sick