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Viele fleißige Hände packen an

Einen rustikalen Eindruck macht das historische Maschinenhaus am Litermont. Fotos: Johannes A. Bodwing
Einen rustikalen Eindruck macht das historische Maschinenhaus am Litermont. Fotos: Johannes A. Bodwing
Nalbach. Wände aus Backsteinen und Fensterläden aus Eisen: Das historische Maschinenhaus am Litermont macht inzwischen einen stattlichen Eindruck. Doch bis zur kompletten Inneneinrichtung und Gestaltung der Außenanlage braucht es noch etliche Arbeitseinsätze. Johannes A. Bodwing

"Wir schaffen nur im Winter." Das sagte Albert Steinmetz, Vorsitzender des Historischen Vereins, zu den saisonalen Fortschritten beim Maschinenhaus. Denn das historische Gebäude am Litermont sollte eigentlich schon im Herbst 2016 fertig werden.


Nur noch ein Steinhaufen war das Maschinenhaus vor dem Jahr 2012. Dann begann der originalgetreue Wiederaufbau unter der Federführung des historischen Vereins Nalbach . Das Gebäude mit einer Fläche von sieben mal 13 Metern und einer Höhe von um die 5,5 Meter soll für Wanderer zur Verfügung stehen, aber auch für Kunst und Historie.

Einen ersten Eindruck von der künftigen Nutzung vermittelte die Eröffnung des Hirtenweges am Litermont im Mai dieses Jahres. Zum Abschluss der Tour wurde das Maschinenhaus zur Herberge mit Verköstigung und Getränken.

2012 war der Grundstein gelegt worden, 2014 feierten die Helfer Richtfest. Inzwischen ist eine Fußbodenheizung eingebaut und der Estrich gelegt. 1700 Einzelbretter seien für die Deckenverkleidung befestigt worden, erklärt Steinmetz.

Die weitere Einrichtung folgt in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Die Gestaltung der Außenanlage ist für 2017 vorgesehen. Insgesamt könne das Projekt "Maschinenhaus" bis zu der kompletten Fertigstellung sieben bis acht Jahre dauern. "Von dem Gebäude waren nur noch Fundamente da", sagte Steinmetz. Denn 1957 machte das Unternehmen Konkurs, das oberhalb im Steinbruch Quarzit- und Schamottsteine gefördert hatte. Im Freien gibt es noch massive Original-Fundamente. Darauf standen früher die schweren Maschinen zum Steinbrechen und die Steinrutsche. Eine breite Metalltür führt an der Westseite des Gebäudes ins Freie. Dort wird eine Terrasse entstehen. Aber "das Maschinenhaus ist kein Lokal", sagte Steinmetz. Es sei vor allem Ausstellungsraum, Raum für Sitzungen und Besprechungen sowie Rast für Wanderer .



"Seit Beginn 2012 haben wir nun mehr als 6500 Arbeitsstunden überschritten." Der Platz sei völlig vermüllt gewesen, tausende von Backsteinen habe man putzen und wieder nutzbar machen müssen. Für den Wiederaufbau engagiere sich ein fester Stamm von bis zu acht Helfern. Zu verschiedenen Zeiten seien es an die 14. Dazu komme Unterstützung von örtlichen Firmen und Privatleuten sowie Materialspenden. Die Gemeinde steuere Geld für die Rekonstruktion bei. Zeitweise hätten bis zu fünf Langzeitarbeitslose im Rahmen einer Fördermaßnahme des Arbeitsamtes mitgeholfen. "Geplant war diese Maßnahme mit 61 000 Euro", sagte Steinmetz. "Zurzeit sind wir bei ungefähr 47 000."

Zur Raststätte für Wanderer war das historische Maschinenhaus am Litermont bereits am 1. Mai dieses Jahres geworden.
Zur Raststätte für Wanderer war das historische Maschinenhaus am Litermont bereits am 1. Mai dieses Jahres geworden.