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Schwab lässt am Litermont morden

Schwab lässt am Litermont morden

Frau Schwab, was genau hat Sie am Litermont so angesprochen, dass Sie dort einen Krimi spielen lassen?Schwab: Der Litermont hat mich ursprünglich nicht direkt zum Krimi inspiriert, sondern vielmehr als Reitkulisse beeindruckt. Meine Erinnerungen sind an meine alte Stute geknüpft (mittlerweile leider tot), mit der ich dort oben so manchen geheimen Pfad erkundet hatte

Frau Schwab, was genau hat Sie am Litermont so angesprochen, dass Sie dort einen Krimi spielen lassen?Schwab: Der Litermont hat mich ursprünglich nicht direkt zum Krimi inspiriert, sondern vielmehr als Reitkulisse beeindruckt. Meine Erinnerungen sind an meine alte Stute geknüpft (mittlerweile leider tot), mit der ich dort oben so manchen geheimen Pfad erkundet hatte. Aber nichtsdestotrotz habe ich dort eine so vielseitige Gegend kennengelernt, die ich unbedingt in einem meiner Bücher festhalten wollte. Und warum hat sich eine Ihrer Romanfiguren ausgerechnet in Diefflen erhängt?Schwab: Mein damaliger Wohnort war Diefflen. Deshalb war es mir wichtig, neben Nalbach auch Diefflen hineinzubringen und gleichzeitig auch die besondere Nähe der beiden Dörfer. Zurück zum Litermont: Wie groß ist die Rolle, die der Berg in Ihrem Krimi spielt?Schwab: Der Berg ist ein Symbol für Nalbach - deshalb habe ich ihn auch zum Symbol meiner Geschichte gemacht: einerseits Zufluchtsort, andererseits Unglücksort. Fast wie die Legende es besagt. Wird sich der Eine oder Andere, der rund um den Litermont lebt, in dem Krimi wiedererkennen?Schwab: Die Wirtin in der Bauernstube (ich hatte mal ein Gespräch mit ihr, und sie war einverstanden) und das Lokal Maldix allgemein.Sie haben auch den Limberg bei Wallerfangen erkundet und werden einen Krimi dort spielen lassen. So mal ganz gefühlsmäßig: Was unterscheidet die beiden Berge?Schwab: Der Litermont ist von einer Legende geprägt und heute noch zusätzlich vom Tourismus. Der Limberg ist für mich eine Art Dschungel: verwildert, roh, unbezähmbar! Sagen Sie uns selbst, worum es in "Tod am Litermont" geht?Schwab: Es geht um eine Patchwork-Familie, in deren Vergangenheit ein gravierendes Geheimnis schlummert, das nach vielen Jahren wieder auflebt. Ihr Kommissar Kullmann ist doch eigentlich in Pension. Gönnen Sie ihm den Ruhestand nicht?Schwab: Das Geheimnis dieser Familie liegt elf Jahre zurück (1993) - die Gegenwart spielt 2004. Im Jahr 1993 hatte Kullmann als amtierender Hauptkommissar in dieser Familie ermittelt. Als genau diese Familie wieder ins Rampenlicht der Kriminalpolizei rückt, wird Kullmann zu Rate gezogen, weil die Auflösung des Falles nur möglich ist, indem das Geheimnis von 1993 gelüftet wird. Kullmann ist zwar in Rente - aber mit Leib und Seele Polizist. Wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie erkennen, mit welcher Leidernschaft sich der Kommissar a.D. wieder in die Ermittlungen stürzt: Der Kater lässt das Mausen nicht! Elke Schwab, Tod am Litermont. Conte-Verlag. Erscheint Ende Juli. 12,90 Euro. Erste Lesung: Donnerstag, 31. Juli, um 19.30 Uhr bei Pieper Bücher und Musik in Saarlouis.

Zur PersonElke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren, wuchs unter anderem in Saarlouis auf. Nach dem Gymnasium arbeitete sie beim saarländischen Sozialministerium im Ressort Altenpolitik. Heute lebt sie im Elsass. Sie schrieb bislang sechs Krimis mit Kommissar Norbert Kullmann. Ein künftiger Krimi wird am Limberg in Wallerfangen spielen. we